Erneut Bahn-Chaos in Katalonien
Nur einen Tag nach der Wiederaufnahme des wegen eines Zugunglücks eingestellten Nah- und Regionalverkehrs der Bahn in der spanischen Region Katalonien ist der Betrieb gleich wieder eingestellt worden. Die Züge dürften so lange nicht fahren, bis die Sicherheit des Betriebs gegeben sei, sagte der Koordinator der Regionalregierung in Barcelona, Albert Dalmau, im Fernsehen. Reisende wurden unterdessen durch widersprüchliche offizielle Angaben verwirrt, viele strandeten auf Bahnhöfen.

Befürchtet wurden den Angaben zufolge vor allem Erdrutsche entlang der Gleise aufgrund starker Niederschläge. Im Laufe des Tages sollten Experten alle kritischen Streckenabschnitte prüfen, hiess es.
Am frühen Morgen hatte die Regionalregierung zunächst berichtet, der Betreibergesellschaft Renfe und der Schienennetzagentur Adif zufolge könne der Betrieb aus Sicherheitsgründen im gesamten Netz nicht aufrechterhalten werden. Wenig später teilte Renfe mit, es würden doch einige Bahnen fahren. Am frühen Nachmittag kam dann die Mitteilung über den erneuten kompletten Stopp.
Medienberichten zufolge wagten wegen des Durcheinanders weniger Reisende als sonst eine Fahrt mit den auch zu normalen Zeiten oft unzuverlässigen Bahnen.
Der Bahnbetrieb in Katalonien rund um Barcelona war schon am Mittwoch und Donnerstag nach der Kollision eines Nahverkehrszuges mit einer umgestürzten Stützmauer am Dienstagabend eingestellt worden. Bei dem Unfall kam ein Zugführer ums Leben, Dutzende Passagiere wurden verletzt.














