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    Australien: Regierungschef verteidigt Social-Media-Verbot

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    Australien,

    Ab morgen gilt in Australien ein rigoroses Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. Premierminister Albanese betonte nun erneut den Sinn der Massnahme.

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    Für Premierminister Albanese ist das Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Australien der richtige Schritt. (Archivbild) - keystone

    Australien verbietet Menschen unter 16 Jahren ab Mittwoch den Zugang zu Social-Media-Plattformen. Das vor rund einem Jahr vom australischen Parlament verabschiedete Gesetz gilt als Meilenstein.

    Findest du es richtig, die Nutzung von Social Media für unter 16-Jährige zu verbieten?

    Plattformen wie TikTok, Reddit, YouTube, Facebook und Instagram müssen von nun an strenge Alterskontrollen umsetzen. Bei Verstössen drohen laut dem «Handelsblatt» Strafen von umgerechnet bis zu 30 Millionen Franken.

    Jugendliche in Australien sollen Ferien sinnvoll verbringen

    Regierungschef Anthony Albanese verteidigte die umstrittene Massnahme einen Tag vor Inkrafttreten erneut leidenschaftlich in einer Videobotschaft. Kinder und Jugendliche sollten ihm zufolge endgültig vom endlosen Scrollen auf Social Media befreit werden, zitiert der «ORF».

    In einer Videobotschaft wendet sich Regierungschef Albanese auch direkt an die von dem Verbot betroffenen Jugendlichen.

    Die anstehenden langen Schulferien böten nun die perfekte Gelegenheit für echte Begegnungen. «Verbringt Zeit mit Freunden und Familie, von Angesicht zu Angesicht», appellierte Albanese direkt an die Jugendlichen.

    Kommunikationsministerin Michelle Rowland unterstrich derweil die Gefahren schädlicher Social-Media-Inhalte. Zwei Drittel der 14- bis 17-Jährigen stiessen auf Drogen- oder Suizidmaterial, so die «Tagesschau».

    Geteilte Reaktionen auf Verbot

    Derweil bleibt das neue Gesetz in Australien umstritten. So kritisierten 140 Experten das Verbot laut der «Zeit» in einem offenen Brief als zu streng.

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    Kritiker fürchten, dass das Social-Media-Verbot in Australien nachteilige Effekte haben könnte. (Symbolbild) - Keystone

    Es bestehe die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche in unregulierte Online-Bereiche abdrifteten. Eine Klage bezeichnete das Gesetz zudem als «direkten Angriff auf das Recht junger Menschen auf freie politische Kommunikation».

    Ungeachtet dessen prüfen weitere Länder ähnliche Schritte wie Australien. Griechenland hat soziale Medien ebenfalls für unter 16-Jährige blockiert, auch diverse EU-Staaten haben sich für strengere Altersgrenzen ausgesprochen.

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    Kommentare

    User #5489 (nicht angemeldet)

    Wir durften auch mal Salvia legal kaufen nun ist es verboten. Wir durften auch mal legal Kratom kaufen, nun ist es illegal.

    User #5617 (nicht angemeldet)

    Ein solches "Social Media" (was für ein Unwort) Verbot ist für Kinder und Jugendliche leider notwendig und sollte so schnell wie möglich auch hier eingeführt werden. Warum? Kinder und Jugendlichen fehlt simpel die Reife und Erfahrung im REALEN Leben um mit diesen oft grenzenlosen virtuellen Medien umgehen zu können. Potenziel ansteigende Jugendgewalt, von Mobbing über sinnfreie Challanges auf TikTok bis hin zu Tötungsdelikten unter 12 Jährigen zeigen überdeutlich die Notwendigkeit solcher Verbote. Leider...

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