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IS reklamiert Anschlag in Pakistan für sich

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Pakistan,

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat den tödlichen Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus in Pakistan für sich reklamiert.

Sicherheitskräfte sind nach einem Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus vor Ort und kontrollieren eine Menschenmenge. Foto: Anjum Naveed/AP/dpa
Sicherheitskräfte sind nach einem Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus vor Ort und kontrollieren eine Menschenmenge. Foto: Anjum Naveed/AP/dpa - Keystone/AP/Anjum Naveed

Das Wichtigste in Kürze

  • Der IS reklamiert den Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus in Pakistan für sich.
  • Mindestens 31 Menschen wurden getötet, rund 170 weitere verletzt.
  • Der Anschlag ereignete sich während des Freitagsgebets nahe Islamabad.

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hat den tödlichen Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus in Pakistan für sich reklamiert. Dies gab das IS-Sprachrohr Amak über Telegram bekannt. Dort wurde auch ein Foto verbreitet, das den Selbstmordattentäter zeigen soll. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Mindestens 31 Menschen waren bei dem Anschlag beim Freitagsgebet in einem Vorort der pakistanischen Hauptstadt Islamabad getötet worden. Nach Behördenangaben wurden weitere rund 170 Menschen verletzt.

Der Selbstmordattentäter habe vor dem Gebäudekomplex zunächst das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet, erklärte ein Polizeisprecher unter Berufung auf Augenzeugen. In dem Gemeindehaus habe der Attentäter dann einen Sprengstoffgürtel gezündet.

Immer wieder Gewalt in Atommacht Pakistan

In den vergangenen Jahren kam es in der Atommacht Pakistan wieder vermehrt zu Gewalt und Anschlägen – Anschläge in den Metropolen gelten aber als selten. Am vergangenen Wochenende kamen bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und mutmasslichen Terroristen an verschiedenen Orten in der Unruheprovinz Baluchistan Dutzende Menschen ums Leben. In anderen Landesteilen verübte die Terrormiliz IS Anschläge gegen Schiiten, die sie als Abtrünnige des Islams betrachten.

Schiitische Muslime stellen etwa 20 Prozent der fast 250 Millionen Einwohner des südasiatischen Landes.

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