Französische Justiz sucht Zeugen nach Missbrauchs-Anklage
Ein 79-jähriger Franzose ist wegen mutmasslicher sexueller Übergriffe auf 89 Minderjährige in Frankreich und anderen Ländern unter Anklage gestellt worden. Einige der Taten seien in der Schweiz begangen worden, gab die Staatsanwaltschaft Grenoble bekannt.

Die Zahl der Opfer wurde anhand von Aufzeichnungen ermittelt, die der Siebzigjährige auf einem USB-Stick gespeichert hatte. Sie beschrieben sexuelle Handlungen mit Minderjährigen im Alter von 13 bis 17 Jahren, wie am Dienstag vor den Medien der Grenobler Staatsanwalt Etienne Manteaux erklärte.
Die Taten sollen ausser in Frankreich und der Schweiz auch in Deutschland, Marokko, Niger, Algerien, den Philippinen, Indien, Kolumbien und Neukaledonien begangen worden sein, wo der Mann als Erzieher tätig war.
Der USB-Stick sei vom Neffen des Mannes entdeckt worden, der sich «Fragen zum Liebes- und Sexualleben» seines Onkels gestellt habe, so der Staatsanwalt. Es handle sich um umfangreiches Material, präzisierte er. Der Staatsanwalt rief Zeugen dazu auf, sich zu melden, «damit sich mögliche weitere Opfer melden können».
Im Verlauf der Einvernahmen gab der Mann auch zu, 1970 seine krebskranke Mutter im Endstadium der Krankheit erstickt zu haben. Ebenfalls getötet habe er 1990 auf dieselbe Art seine 92-jährige Tante.










