An der Marmolata, dem höchsten Berg in den Dolomiten (IT), kündigt sich nach dem tödlichen Unglück eine weitere Gletscherspalte an.
Der Marmolata-Gletscher in Italien
Der Marmolata-Gletscher in Italien - AFP
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem Bergunglück droht ein weiterer Gletscherabbruch in den Dolomiten.
  • Am höchsten Berg, der Marmolata, kamen am 3. Juli insgesamt elf Menschen ums Leben.
  • Experten nennen den Klimawandel als Ursache für den Gletscherabbruch.

Am höchsten Berg der Dolomiten hat sich ein erneuter Abbruch angedroht. Anfang Juli ereignete sich ein tödliches Gletscherunglück an der Marmolata in Norditalien.

Ein Hüttenwirt schlug Alarm, nachdem er ein lautes Grollen gehört hatte, wie die Autonome Provinz Trient mitteilte. Die Behörden kontrollierten das Gebiet aus der Luft. Ein am Sonntag veröffentlichtes Video zeigt eine ungefähr 200 Meter lange und 25 bis 35 Meter breite Spalte.

Klimawandel sei Ursache für Gletscherabbruch

Das Gebiet ist seit dem Unglück vom 3. Juli mit insgesamt elf Toten für Wanderer gesperrt. Damals lösten sich Eis, Schnee und Geröll und begruben die Menschen unter sich. Experten führten den Gletscherabbruch an der Marmolata auf die Folgen des Klimawandels zurück.

dolomiten
Am Marmolata, dem höchsten Berg der Dolomiten, gab es einen Gletscherabbruch. - picture alliance / Ursula Düren/dpa

In der Gegend war es zuvor deutlich wärmer als gewöhnlich. Schmelzwasser könnte deshalb den Abgang begünstigt haben. Die Behörden wollen das Gebiet nun weiter pausenlos überwachen.

Mehr zum Thema:

Klimawandel