Zahl der Toten nach Gletscherabbruch in Italien auf zehn gestiegen

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Bei einem Gletscherabbruch in den Dolomiten ist die Opferzahl auf zehn gestiegen. Bei sechs Opfern ist die Identität bereits geklärt.

    Gletscher
    Der Gletschersturz in den Dolomiten (I). - --/Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • In den Dolomiten ist es am Sonntag zu einem Gletscherabbruch gekommen.
    • Nun ist die Zahl der Opfer auf zehn angestiegen.

    Die Zahl der bestätigten Todesopfer nach dem Gletscherabbruch in den norditalienischen Dolomiten ist auf zehn gestiegen. Die Einsatzkräfte hätten eine weitere Leiche geborgen, sagte der Präsident der Autonomen Provinz Trient, Maurizio Fugatti, am Donnerstagabend in Canazei vor Journalisten. Zu sechs Toten sei die Identität geklärt.

    Es handele sich um zwei Menschen aus Tschechien und vier aus Italien. Fünf Italiener gelten weiterhin als vermisst. Spezialisten der Carabinieri sollen nun feststellen, ob sie unter den bereits gefundenen Leichen sind, und die Identität der übrigen Opfer klären.

    Am Donnerstag kam die Nummer zwei im italienischen Staat, Senatspräsidentin Maria Elisabetta Casellati, in den Ort, um ihre Anteilnahme auszudrücken. «Wir müssen uns klar darüber sein, dass wir mit dem Klimawandel eine epochale Veränderung haben», sagte die Politikerin der Berlusconi-Partei Forza Italia. Die Gletscher schmölzen deutlich, und deshalb sei eine Änderung der Politik nötig.

    Acht Menschen verletzt

    An der Marmolata begruben am vergangenen Sonntag Massen aus Geröll, Eis und Schnee mehrere Bergsteiger. Acht Menschen wurden verletzt, darunter ein Mann und eine Frau aus Deutschland. In den Tagen zuvor war es in dem Gebiet ungewöhnlich warm gewesen. Schmelzwasser könnte den Abbruch der Gletschermassen deshalb begünstigt haben.

    Am Donnerstag gingen die Bergungsarbeiten am Boden weiter. Eine Schweizer Firma installierte zwei Überwachungssysteme. Bei einem handele es sich um ein Dopplerradar, das eine sich bewegende Masse registrieren könne, wie Verkaufschefin Susanne Wahlen der Deutschen Presse-Agentur erläuterte. Das zweite Radarsystem taste die Oberfläche ab und messe Millimeter-Veränderungen.

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