Airbus testet derzeit, ob sein Frachter A400M auch als Löschflugzeug eingesetzt werden könnte.
Der A400M im Einsatz
Der A400M im Einsatz - AIRBUS SAU 2022 - Adrián Molinos - Mango/AFP/Archiv
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • Airbus testet derzeit, ob der Frachter A400M als Löschflugzeug eingesetzt werden kann.
  • Es wurden 20 Tonnen Wasser in weniger als zehn Sekunden abgeworfen.
  • Es gehe aber nicht darum, die Canadair-Flugzeuge zu ersetzen.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat nach eigenen Angaben erfolgreich den Einsatz seines Frachters A400M als Löschflugzeug getestet.

Bei dem Test in Spanien sei es gelungen, 20 Tonnen Wasser in weniger als zehn Sekunden abzuwerfen. Dies teilte Airbus am Dienstag mit. Es sei keine Umrüstung nötig. Vielmehr wird ein Wassertank im Frachtraum verstaut.

Der A400M sei auch bei niedriger Geschwindigkeit gut geeignet, Wassermengen in niedriger Höhe abzuwerfen. Grund dafür ist seine niedrige Flughöhe und seine Manövrierfähigkeit. Die Maschine könne bis auf 50 Meter heruntergehen.

Wichtig für Kampf gegen Waldbrände

Der Chef der Airbus-Rüstungssparte, Michael Schöllhorn, erklärte, der A400M könne eine «lebenswichtige» Rolle im Kampf gegen Brände spielen. Sein Vize Jean-Brice Dumont betonte, es gehe nicht darum, die Löschflugzeuge von Canadair zu ersetzen, sondern sie zu «ergänzen».

Die Canadair-Maschinen von Bombardier haben eine Kapazität von 6000 Litern Löschwasser. Sie können es aber auch aus einem See aufnehmen – der A400M muss landen, damit der Tank befüllt werden kann.

Mehr zum Thema:

Bombardier Maschinen Wasser Airbus Waldbrand