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Airbus-Konkurrent: SpiceJet bestellt 100 futuristische Flieger

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Indien,

Startup Natilus erhält Grossauftrag von SpiceJet für 100 Horizon-Flugzeuge mit revolutionärem Blended-Wing-Body-Design als Airbus-Alternative.

Airbus Natilus
Natilus will mit seinem neuartigen Flugzeug den Luftfahrtraum aufmischen und Boeing und Airbus die Stirn bieten. - Natilus

Das kalifornische Luftfahrt-Startup Natilus hat am 17. Dezember einen Meilenstein verkündet. Die indische Billigfluggesellschaft SpiceJet will bis zu 100 Exemplare des Horizon-Flugzeugs kaufen, berichtet «Flight Global».

Der Auftrag ist an die erfolgreiche Zertifizierung durch die indische Luftfahrtbehörde DGCA geknüpft. Natilus gründete dafür eine Tochtergesellschaft namens Natilus India mit Sitz in Mumbai unter Leitung von Ravi Bhatia.

Dreieckige Form statt klassischer Röhre

Das sogenannte Horizon-Flugzeug verzichtet auf die traditionelle Röhren- und Flügel-Bauweise. Stattdessen verschmelzen Rumpf und Tragflächen zu einem einzigen dreieckigen Flügel, schreibt «Aerotime».

Würdest du mit einem solchen Flugzeug fliegen?

Die Kabine ist direkt in diesen geschwungenen Flügel integriert. Diese Blended-Wing-Body-Technologie verteilt den Auftrieb über die gesamte Flugzeugzelle.

Drastische Effizienzsteigerung versprochen

Natilus verspricht 40 Prozent mehr Innenraum als vergleichbare konventionelle Flugzeuge. Der Treibstoffverbrauch soll um 30 Prozent sinken, meldet «PR Newswire».

Die CO2-Emissionen würden sich um 50 Prozent reduzieren. Auch die Betriebskosten lägen 50 Prozent niedriger als bei Boeing 737 oder Airbus A320.

240 Passagiere in Hochkapazitätskonfiguration

Das Horizon-Modell kann in der Hochkapazitätsvariante bis zu 240 Passagiere befördern. Natilus positioniert das Flugzeug typischerweise als 200-Sitzer für Inlands- und Regionalstrecken, berichtet «Aerospace Global News».

Airbus Natilus Horizon
Das Passagierflugzeug von Horizon soll 240-Passagiere aufnehmen können und gleichzeitig wesentlich effizienter sein, wie ein Airbus. - Natilus

Die ungewöhnliche Bauweise ermöglicht leisere Triebwerke. Das Flugzeug soll mit bestehenden Gates, Rollwegen und Start- und Landebahnen kompatibel sein.

Indien als Wachstumsmarkt identifiziert

Indien ist bereits einer der grössten Luftfahrtmärkte weltweit und wächst rasant. Der Inlandsflugverkehr legte im vergangenen Jahr um 10,2 Prozent zu, schreibt «Aviation Source News».

Bis 2040 benötigen indische Fluggesellschaften mehr als 2'200 neue Flugzeuge. SpiceJet-Chef Ajay Singh betont das Engagement für Innovation und Nachhaltigkeit in der Luftfahrt.

Erste Passagierfluggesellschaft zeigt Interesse

Für Natilus markiert die Partnerschaft mit SpiceJet Neuland. Das 2016 gegründete Startup hatte bisher nur bedingte Aufträge für die kleinere Frachtversion Kona gesichert.

Ameriflight und die kanadische Nolinor Aviation bestellten die Cargo-Variante. SpiceJet ist die erste Passagierfluggesellschaft, die starkes Interesse am Horizon-Konzept signalisiert, meldet «Flight Global».

Prototyp-Test in nächsten Monaten geplant

Natilus arbeitet daran, in den kommenden Monaten einen verkleinerten BWB-Prototypen fliegen zu lassen. Die genauen Details zum Zeitplan nennt das Unternehmen nicht, schreibt «Interesting Engineering».

SpiceJet Airbus
Für die Entwicklung des neuen Flugzeugs hat sich das Start-Up mit dem indischen Billigflieger SpiceJet zusammengetan, der sonst mit Airbus und Boeing fliegt. (Symbolbild) - keystone

Der YouTube-Kanal Ramy RC mit über einer Million Abonnenten baut derzeit mit dem Start-Up einen flugfähigen Prototypen. Das Modell hat eine Spannweite von 7,3 Metern und besteht aus Kohlefaser, Holz und Schaumstoff.

Konkurrenz zu Airbus und Boeing

Natilus hat mittlerweile bedingte Aufträge für mehr als 570 Flugzeuge im Wert von 25 Milliarden Dollar (ca. 20 Milliarden Franken). Die Frachtversion Kona soll vor Ende des Jahrzehnts auf den Markt kommen.

Die Passagierversion Horizon ist für Anfang der 2030er Jahre geplant. Natilus strebt sowohl die FAA-Zertifizierung in den USA als auch die DGCA-Zulassung in Indien an.

Mit dem Flugzeug will das Start-Up Airbus und Boeing die Stirn bieten, berichtet «Business Insider». Auch verspricht das Unternehmen eine bessere Betriebswirtschaftlichkeit als das herrschende Boeing-Airbus-Duopol.

Kommentare

User #6757 (nicht angemeldet)

Und da zeigt man ein Bild einer SpaceJet-Maschine mit weggebrochenem Bugfahrwerk. Ehrlich jetzt, gibt es kein besseres Bildmaterial?

User #6757 (nicht angemeldet)

Und wieder ein Start-Uuup's. Tolle Kinderzimmer-Idee. Dann rasch hunderte Millionen an Investor-Gelder einheimsen, uups. Wo sind sie denn plötzlich, Die Manager, die Gelder und die Prototypen? Tia, leider zu oft das selbe Spiel...

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