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    Adidas: Werbeaufsicht kritisiert Werbung mit nackten Brüsten

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Im Februar zeigte Adidas in einer Werbung nackte Oberkörper von Frauen. Das hat durch die britische Werbeaufsicht für Kritik gesorgt.

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    Adidas wegen ihrer Werbung kritisiert. - Daniel Karmann/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit der Werbung warb Adidas für einen neuen Sport-BH.
    • Die britische Werbeaufsicht erhielt daraufhin 24 Beschwerden.
    • Als pornografisch stuft die Werbeaufsicht die Werbung nicht ein.

    Die britische Werbeaufsicht (ASA) hat eine Aktion des Sportartikelherstellers Adidas für Sport-BHs kritisiert. Darin waren nackte weibliche Brüste zu sehen. Das meldete die britische Nachrichtenagentur PA am Mittwoch. In der Werbekampagne im Februar waren schachbrettartig die entblössten Oberkörper von Dutzenden Frauen verschiedenen Alters und verschiedener Hautfarbe abgebildet.

    adidas brüsten
    Adidas hat mit dieser Werbung eine Kontroverse ausgelöst. Auf Instagram haben sie das Bild zensiert gepostet, da es sonst gegen die Instagram-Regeln verstossen würde. - Instagram / @adidaswomen

    Zu sehen waren jedoch nur die Torsos. Dazu hiess es: «Wir glauben, dass weibliche Brüste in allen Formen und Grössen Halt und Komfort verdienen.» Ein neuer Sport-BH werde daher in 43 verschiedenen Ausführungen angeboten. Die Kampagne war sowohl über Twitter als auch in Plakaten zu sehen.

    Die Advertising Standards Authority (ASA), eine brancheneigene Aufsicht der Werbeindustrie, erhielt daraufhin 24 Beschwerden. Unter anderem mit der Begründung, die Darstellung reduziere Frauen auf Körperteile und die Plakate könnten von Kindern gesehen werden.

    Aufsicht: Nicht als pornografisch einzustufen

    Die Aufsicht entschied, dass die Bilder nicht als pornografisch einzustufen seien oder Frauen zu Objekten herabstuften. Jedoch würden sie wahrscheinlich als «explizite Nacktheit» wahrgenommen werden. Daher sei besondere Sorgfalt angezeigt, «um zu vermeiden, dass bei den Menschen, ein Ärgernis hervorgerufen wird», so die Begründung. Besonders für Kinderaugen seien die nackten Frauenbrüste nicht geeignet, befand die ASA.

    Adidas betonte PA zufolge, die Gesichter der Models seien entfernt worden, um die Identität der Frauen zu schützen. Man stehe weiterhin zu der Botschaft der Kampagne. Es sei wichtig, dass die Aufsicht in erster Linie die Verbreitungsweise der Werbung kritisiert habe und nicht ihre Botschaft selbst.

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