Epstein-Akten: Andrew fühlt sich «unfair behandelt»
Ginge es nach Andrew selbst, geschieht alles zu Unrecht. Experten erklären, warum sich der Ex-Prinz in seiner Opferrolle gefangen fühlt.

Das Wichtigste in Kürze
- Andrew sieht sich mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert.
- Der Ex-Prinz empfindet das Verhalten der Behörden aber als «zutiefst unfair».
- Durch den Verlust der royalen Titel wurde ihm offenbar die einzige Identität genommen.
Reue? Einsicht? Entschuldigungen?
Worte wie diese haben im Sprachgebrauch von Andrew Mountbatten-Windsor (66) offenbar kein Gewicht. Der Ex-Prinz sieht sich aufgrund seiner Verbindungen zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert.
Jetzt steht die Zukunft des einstigen Lieblingssohns von Queen Elizabeth II. (†96) auf dem Spiel – denn die Lage ist ernst. Doch der Hauptbeteiligte selbst will davon nichts wissen, streitet jegliches Fehlverhalten von früher ab. Und nicht nur das.
Ex-Prinz gefangen in der Opferrolle
Laut dem britischen «Mirror» soll Andrew sein gescheitertes Ansehen in der Öffentlichkeit komplett aus der Fassung gebracht haben. Der ehemalige Herzog von York glaubt demnach immer noch, «er sei auserwählt». Und es sei zutiefst «unfair, dass sich die Menschen gegen ihn gewandt haben».

Royal-Historiker Andrew Lownie erklärt, dass der Ex-Prinz die Lage nicht nur anders wahrnimmt, sondern sich gar in eine Opferrolle begibt. Der Ursprung für diese Haltung liege in seiner vorherigen privilegierten Situation als Teil der Königsfamilie.
«Andrew wurde sein ganzes Leben lang in dieser Blase verwöhnt. Status ist alles für ihn. Es ist sein einziges Identitätsgefühl», so der Palast-Kenner.
Andrew schiebt Charles die Schuld zu
Nun wurden ihm alle royalen Titel aberkannt. Er verlor die militärischen Titel, seine königlichen Schirmherrschaften sowie das Anrecht auf die Anrede «Königliche Hoheit». Mountbatten-Windsor verlor damit seinen Platz innerhalb der britischen Monarchie, womit er nur schwer klarkommen soll.

Wenn es nach ihm geht, soll nämlich sein Bruder König Charles III. (77) die missliche Lage herbeigeführt haben. Auch Experte Richard Eden bestätigte der «Daily Mail», dass Andrews Selbstwahrnehmung daraus bestehe, nicht auf Augenhöhe behandelt zu werden.
«Seiner Meinung nach wurde er unfair, sogar brutal behandelt. Und die Person, die er dafür verantwortlich macht, ist der König», heisst es einem Insider zufolge.
Ermittlungen gegen Andrew laufen
Bereits nach seiner Festnahme am 19. Februar hiess es, dass der Ex-Prinz nicht wisse, was das Problem sei. «Er ist ein Narzisst und wurde noch nie diszipliniert», lautete das Fazit von Historiker Lownie, der Andrews Opferhaltung kritisierte.
Ob es bald dazu kommt, bleibt aufgrund der laufenden Ermittlungen abzuwarten.
Andrew wird vorgeworfen, während seiner früheren Funktion als britischer Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an Epstein weitergeleitet zu haben. Auch mögliche Sexualdelikte sind Teil der polizeilichen Untersuchungen. Im Falle einer Verurteilung droht dem 66-Jährigen eine lebenslange Haftstrafe.















