79. Filmfestspiele Cannes starten mit Ehrenpalme für Peter Jackson
Die 79. Filmfestspiele in Cannes beginnen am Dienstagabend mit einer Eröffnungsgala, bei der der neuseeländische Hollywood-Regisseur Peter Jackson («Der Herr der Ringe») mit einer Goldenen Ehrenpalme geehrt wird. Mit Eye Haïdara wird die Eröffnungsgala erstmals von einer schwarzen Schauspielerin moderiert.

Als Eröffnungsfilm wird «La Vénus électrique» («The Electric Kiss») gezeigt. Der Film des Franzosen Pierre Salvadori spielt Ende der 1920er-Jahre in Paris.
Die Filmfestspiele finden bis zum 23. Mai statt. 22 Filme konkurrieren um die Goldene Palme, darunter das Krimi-Drama «Paper Tiger» von James Gray mit Scarlett Johansson, Adam Driver und Miles Teller oder Pawel Pawlikowskis «Vaterland» mit Sandra Hüller und Hanns Zischler. Mit Cristian Mungiu und Hirokazu Kore-eda sind zwei Regisseure dabei, die ihre zweite Goldene Palme anstreben.
Nur fünf Filme im Hauptwettbewerb stammen von Frauen – im vergangenen Jahr waten immerhin sieben von 22 Filmen aus der Hand einer Regisseurin. Festivaldirektor Thierry Frémaux sagte am Montag, es dürfe «unter keinen Umständen» eine Filmauswahl nach Quote geben, wie dies das Kollektiv 50/50 im Jahr 2018 in einer Charta gefordert hatte. Gleichzeitig falle die Wahl auf den Film der Regisseurin bei vergleichbaren Werken eines Regisseurs und einer Regisseurin, so Frémaux. Zudem seien die Festivalleitung und die Jurys paritätisch besetzt.
Ausserhalb des Haupt-Wettbewerbs zeigt Volker Schlöndorff seinen neuen Film «Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte», und «Pulp Fiction»-Star John Travolta ist mit seinem Regie-Debüt «Propeller One-Way Night Coach» in Cannes. In der Sektion «Un Certain Regard» präsentiert die deutsche Regisseurin Katharina Rivilis ihr Debüt «I'll be Gone in June»; der Film ist eine Schweizer Koproduktion. Insgesamt spielt jedoch das Schweizer Filmschaffen an der 79. Ausgabe der Filmfestspiele von Cannes eine eher untergeordnete Rolle.










