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Coach Esther Bischofberger (†66) von SRF-Serie ist tot

Bettina Zanni
Bettina Zanni

Winterthur Stadt,

Esther Bischofberger begleitete Singles in der SRF-Serie «Alone Together». Am Freitag ist sie verstorben – 20 Jahre nach einer düsteren Diagnose.

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Beziehungscoach Esther Bischofberger wurde 66 Jahre alt. Sie drehte mit SRF zwei Staffeln der Serie «Alone Together». - SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • Esther Bischofberger ist am Freitag im Alter von 66 Jahren verstorben.
  • In der neuen Staffel der SRF-Serie «Together Alone» wird die Expertin noch zu sehen sein.
  • Jahrelang kämpfte sie gegen den Krebs.

In der Dating-Serie «Alone Together» von SRF erlangte Esther Bischofberger nationale Bekanntheit. Als Beziehungs-Coach begleitete sie vier Singles, die ihre potenzielle Partnerin oder ihren potenziellen Partner auf einer Insel kennenlernten.

Auch hatte sie mit Psychologin Caroline Fux die Paare anhand ihrer Persönlichkeiten zusammengestellt.

Am Dienstag folgt der Schock für die Fans der Serie: Esther Bischofberger lebt nicht mehr. Laut der Todesanzeige ist die 66-Jährige am Freitag verstorben.

Sie hinterlässt einen erwachsenen Sohn und eine Enkelin. «Die Leuchtkraft Deines Wesens, Deine klare, kraftvolle und so charismatische Persönlichkeit waren uns ein Leben lang eine grosse Inspiration.»

Dies schreiben die Angehörigen und Freunde unter anderem in der Todesanzeige. Sie standen ihr «in der langen schweren Zeit der Krankheit bei».

«21 Jahre schrecklich Diagnose überlebt»

Aus der Todesanzeige geht hervor, dass sich Bischofberger bis zu ihrem Tod im Hospiz Pallistella in Winterthur ZH befand. Die Mitarbeiterinnen hätten sie in ihren letzten Wochen äusserst liebevoll, kompetent und respektvoll gepflegt, schreiben die Angehörigen.

Die Todesursache ist nicht bekannt.

Bischofberger litt an Krebs. «Ich habe 21 Jahre die schreckliche Diagnose überlebt», sagte sie im Februar 2025. Damals war sie in der SRF-Sendung «Persönlich» zu Gast. Dabei hätten ihr die Ärzte nur noch ein Jahr gegeben.

«Ich bin ein sehr glücklicher Mensch und zufrieden», lautete ihr Fazit. «Das Ganze hat etwas den Schrecken verloren.»

Gegenüber Nau.ch stand sie noch vor knapp einem Jahr für Auskünfte zur Verfügung. Zuletzt ermunterte sie Paare im Zusammenhang mit dem Outing von Barry Diller, eine Auslegeordnung zu machen.

Männern den Laufpass gegeben

2003 erhielt Bischofberger mit 43 Jahren die Diagnose Brustkrebs, wie sie im Interview mit Radio SRF 2016 sagte. Sie krempelte ihr Leben um und trennte sich etwa von ihrem Partner.

Nach der Tumoroperation entschied sich die studierte Mathematikerin und Biologin gegen eine Chemotherapie. Ihre Ärztin, auch auf chinesische Medizin spezialisiert, begleitete sie im Kampf gegen den Krebs.

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Beziehungscoach Esther Bischofberger hatte mit 43 die Diagnose Brustkrebs erhalten. - Screenshot / SRF

Der Tumor verschwand zwischenzeitlich. 2014 kehrte dieser aber zurück. Esther Bischofberger sah «den falschen Mann» an ihrer Seite als Grund für den Rückfall. Es folgte eine zweite Trennung.

Im Kampf gegen den Tumor nahm sie sich Achtsamkeit und Selbstfürsorge vor. «Ich sage viel Nein, bin viel lieber auf der Alp und in der Natur als in St. Tropez und dann auch nur noch in der Zwischensaison», sagte sie. Auch schlafe sie mehr, arbeite weniger, mache Yoga und meditiere.

SRF strahlt Staffel trotzdem aus

Ganz von der Bildfläche verschwindet Esther Bischofberger aber noch nicht. Auch in der zweiten Staffel von «Alone Together» war sie als Expertin dabei.

Diese wurde im Sommer 2025 gedreht. «Die Ausstrahlung der zweiten Staffel von ‹Alone Together› ab dem 19. Juni 2026 erfolgt in Absprache mit den Angehörigen, die dem Vorgehen zugestimmt haben.» Dies sagt SRF-Mediensprecherin Lorena Sauter auf Anfrage.

Der Tod von Esther Bischofberger werde in der Sendung in angemessener Form berücksichtigt, sagt Sauter. «Am Ende der ersten Folge von Staffel 2 wird eine Gedenktafel eingeblendet.» Weitere inhaltliche Thematisierungen fänden aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Familie nicht statt.

«Wir bedauern den Tod von Esther Bischofberger sehr und sprechen ihrer Familie unser tiefes Mitgefühl aus», sagt die Mediensprecherin.

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