Frankreich weitet die Zertifikatspflicht auf Kinder ab zwölf aus. Sie müssen für Restaurants oder Sportstätte nun auch geimpft, genesen oder getestet sein.
Ein Bahn-Passagier zeigt seinen Gesundheitspass.
Ein Bahn-Passagier zeigt seinen Gesundheitspass. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • In Frankreich gilt die Zertifikatspflicht auch für Kinder ab zwölf Jahren.
  • Sie müssen den Nachweis aber nicht auf dem Handy haben, auf Papier reicht.
  • Familien können die QR-Codes aller Mitglieder in einer App speichern.

In Frankreich gelten die 3G-Regeln und die Gesundheitspass-Pflicht von Donnerstag an bereits für Kinder ab 12 Jahren. Beim Besuch von Freizeitstätten, in Kinos, Restaurants oder im Fernzug müssen so künftig nicht mehr nur Erwachsene einen Nachweis vorlegen. Kinder können sich erst ab einem Alter von 12 Jahren impfen lasen. Deshalb wurde eine Frist von zwei Monaten für das Erlangen des Impfschutzes eingeräumt-

Erwachsene müssen einen digitalen Gesundheitspass mit den entsprechenden Nachweisen in einer Handy-App vorzeigen. Kinder und Jugendliche dürfen auch ein Papierdokument vorlegen. Ausserdem können Erwachsene die entsprechenden QR-Codes für die gesamte Familie und die Kinder auch auf einem Handy speichern.

Corona protest
Protest gegen Corona-Regeln in Paris. - AFP

Der Gesundheitspass und die 3G-Regeln wurden im Sommer im Zuge verschärfter Corona-Regeln eingeführt und stiessen zunächst auf viel Protest. An jedem Wochenende wurde seitdem gegen den Corona-Kurs der Regierung von Präsident Emmanuel Macron und der Regierung demonstriert. Die Zahl der Teilnehmer ist inzwischen aber stark rückläufig. Impfaktionen werden seit Ende der Sommerferien auch an Schulen organisiert.

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