25 Flüchtlinge haben nach ihrer Ankunft in Griechenland je eine 5000-Euro-Busse erhalten. Der Grund: Sie konnten keinen negativen PCR-Test vorweisen.
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Flüchtlinge kurz nach ihrer Ankunft auf der Insel Lesbos. - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Die griechische Polizei hat 25 Flüchtlinge gebüsst.
  • Die Asylbewerber konnten weder ein negatives Test-Ergebnis, noch eine Impfung vorzeigen.
  • Nun müssen sie jeweils eine Busse in der Höhe von 5000 Euro zahlen.

Für 25 Flüchtlinge wird die Ankunft auf der griechischen Insel Chios teuer: Nachdem sie zuerst zwei Wochen in die Quarantäne mussten, wurde ihnen auch noch eine Busse von je 5000 Euro aufgebrummt.

Der Grund: Die Geflüchteten hatten keinen negativen PCR-Test dabei, wie die griechische Nachrichtenseite Efsyn berichtet. Auch eine Impfung gegen das Coronavirus konnte keiner von ihnen nachweisen. Die griechischen Behörden machten somit bezüglich der Corona-Einreisebestimmungen keinen Unterschied zwischen Flüchtlingen und Touristen.

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Geflüchtete in Lager auf griechischer Insel Chios. - AFP

Den Bussgeldbescheid erhielten die Flüchtlinge in einer unübersetzten Version. Daher begriffen sie zuerst gar nicht, worum es dabei ging. Nun wollen sie Berufung einlegen.

Hohe Bussen als Abschreckung

Es ist gut möglich, dass Griechenland mit diesen Fällen ein Beispiel setzen will, so Efsyn weiter. Denn: Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan sind Tausende Afghanen auf der Flucht, viele haben Europa als Ziel. Die Aussicht auf hohe Bussen bei der Einreise in Griechenland dürfte auf sie abschreckend wirken.

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