In Sizilien darf ein Rettungsschiff mit über 320 Flüchtlingen an Bord anlegen. Die «Geo Barents» harrte vor der Entscheidung tagelang vor der Küste aus.
Rettungsschiff «Ocean Viking»
Ein Rettungsschiff im Mittelmeer. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Mehrere Tage lang wartete ein Rettungsschiff vor der Küste Siziliens.
  • Nun ist der Entscheid gefallen: Die «Geo Barents» darf anlegen.
  • An Bord des Schiffs befinden sich mehr als 320 Geflüchtete.

Das Rettungsschiff «Geo Barents» darf mit mehr als 320 aus Seenot geretteten Flüchtlingen an Bord in Sizilien anlegen. Die italienischen Behörden hätten der Crew den Hafen der Stadt Augusta zugeteilt, teilte die Organisation Ärzte ohne Grenzen, die das Schiff betreibt, am Montag auf Twitter mit.

Die «Geo Barents» hatte nach mehreren Rettungsaktionen im Mittelmeer in Erwartung einer Entscheidung der Behörden seit mehreren Tagen vor der Küste ausgeharrt.

Verschiedene Hilfsorganisationen fahren immer wieder hinaus aufs Meer, um Menschen vor dem Ertrinken zu retten, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben versuchen, in die EU zu gelangen. Die Flüchtlinge legen meist von den Küsten Libyens und Tunesiens ab, oft in überfüllten Booten. Nach Angaben der Vereinten Nationen starben dieses Jahr im Mittelmeer bislang schon mehr als 1020 Migranten. Von Januar bis August 2020 waren es knapp 390.

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