5000 Schutzsuchenden aus Afghanistan soll die Schweiz eine unbürokratische Einreise ermöglichen. Das fordert eine heute Dienstag eingereichte Petition.
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Wegen den strengen Grenzregimes ist die Flucht aus Afghanistan für Frauen und Kinder gefährlicher als für Männer. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Petition fordert, dass 5000 afghanische Schutzsuchende in der Schweiz Asyl erhalten.
  • Die Einreise solle auf möglichst unbürokratische Weise ermöglicht werden.
  • Für dieses Anliegen wurden mehr als 23'000 Unterschriften gesammelt.

Die Aufnahme von mindestens 5000 Schutzsuchenden aus Afghanistan wird in einer Petition an den Bundesrat gefordert. Über 23'000 Unterschriften sind für dieses Anliegen am Dienstag bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht worden.

Laut der Petition soll die Schweiz mindestens 5000 Menschen eine unbürokratische Einreise als Flüchtlinge mit Schutzstatus ermöglichen.

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Die Schweiz soll damit mit Blick auf ihre langjährige humanitäre Tradition eine Vorreiterrolle übernehmen und die internationale Gemeinschaft aufwecken.

Fokus auf Frau und Kind

In Afghanistan zeichne sich eine humanitäre Katastrophe ab. Noch habe die Schweiz Zeit, den humanitären Transfer von weiteren Schutzsuchenden in die Schweiz zu ermöglichen. So lässt sich der Petitionsstarter Lucas Tschan in einer Medienmitteilung zitieren.

Ein besonderer Fokus soll dabei auf Frauen und Mädchen liegen, die in absehbarer Zeit sämtliche Rechte verlieren würden.

Die Unterschriftensammlung mit Unterstützung von Campax kam laut Mitteilung innerhalb einer Woche zustande.

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