Ubisoft

    Ubisoft plant massiven Umbau

    Melisa Zec
    Melisa Zec

    Frankreich,

    Ubisoft ordnet seine interne Struktur neu und streicht zahlreiche Projekte sowie Arbeitsplätze. Der Konzern setzt künftig auf fünf spezialisierte Divisionen.

    Ubisoft Ghost Recon Wildlands
    Ubisoft könnte Ghost Recon Wildlands mit einer Definitive Edition für aktuelle Konsolen neu auflegen. - keystone

    Der französische Gaming-Riese Ubisoft kündigt eine umfassende Neuausrichtung seiner internen Strategie an, wie «Heute» berichtet. Dieser radikale Schritt beinhaltet die Aufteilung des gesamten Unternehmens in fünf eigenständige und genre-spezifische Divisionen.

    Franchises wie «Assassin's Creed», «Far Cry» und «Rainbow Six» erhalten künftig eine zentrale Betreuung unter einem Dach. Diese neuen Einheiten sollen laut «Reuters» die Entwicklung sowie die Vermarktung der bekanntesten Marken zentral steuern.

    Die Umstrukturierung soll ab April die Entscheidungsprozesse beschleunigen und den Teams deutlich mehr kreative Eigenständigkeit ermöglichen. Experten werten diesen Umbau als direkte Reaktion auf den anhaltenden wirtschaftlichen Druck der letzten Monate.

    Massive Streichungen und Studio-Schliessungen

    Im Zuge dieser Massnahmen stellt Ubisoft mindestens sechs geplante Spieleprojekte mit sofortiger Wirkung komplett ein. Darunter befindet sich das von Fans lang erwartete Remake von «Prince of Persia», wie «IGN» schreibt.

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    Zusätzlich verschiebt der Konzern sieben weitere Titel auf unbestimmte Zeit, um die geforderte Qualität sicherzustellen. Zwei Studios werden komplett geschlossen, während an anderen Standorten weitere Entlassungen von Mitarbeitern drohen.

    Laut «Bloomberg» korrigierte die Unternehmensführung die finanziellen Zielsetzungen für das Jahr 2026 nach unten. Zudem kündigte es umfassende Kostensenkungsmassnahmen an.

    Ubisoft fokussiert sich auf Effizienz und Kostensenkung

    Durch die neue Struktur der Creative Houses strebt Ubisoft Einsparungen in Höhe von 200 Millionen Euro (186 Millionen Franken) an. Dies berichtet das Fachportal «GamesIndustry.biz» unter Berufung auf offizielle Angaben des Unternehmens.

    Gewerkschaften kritisieren die Pläne scharf und fordern laut «PC Gamer» Konsequenzen für das Management des Spieleherstellers. Die Angestellten befürchten durch die Schliessungen einen Verlust an wertvollem Fachwissen.

    Assassin’s Creed ubisoft
    Ubisoft stellt Franchises wie «Assassin's Creed», «Far Cry» und «Rainbow Six» unter einem Dach. (Symbolbild) - depositphotos

    Der Konzernchef Yves Guillemot bezeichnete in einer Pressemeldung von Ubisoft die Reorganisation als «radikalen Schritt» für das Unternehmen.

    Kommentare

    User #3864 (nicht angemeldet)

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