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Ubisoft stoppt Weitergabe von Verkaufsdaten an Marktforscher

Maja Bojic
Maja Bojic

Frankreich,

Ubisoft stoppt die Veröffentlichung klassischer Verkaufszahlen angesichts tiefgreifender Rückschläge und strategischer Neuausrichtung des Konzerns.

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Ubisoft stellt die Veröffentlichung traditioneller Verkaufszahlen ein. (Archivbild) - keystone

Der französische Spieleentwickler Ubisoft hat im Juli 2025 eine weitreichende Entscheidung getroffen. Das Unternehmen wird seine Verkaufszahlen nicht mehr an das Marktforschungsinstitut Circana weitergeben, wie «IXBT» berichtet.

Mat Piscatella, Branchenanalyst bei Circana, bestätigte den Schritt über soziale Medien. Bis Juni 2025 lieferte Ubisoft regelmässig Verkaufsinformationen an das renommierte Marktforschungsunternehmen.

Titel wie «Assassin's Creed Shadows» und «Star Wars Outlaws» tauchten zuvor in den Circana‑Charts laut «mp1st» auf.

Geheimniskrämerei statt Transparenz bei Ubisoft

Ab Juli 2025 verschwanden Ubisoft-Titel plötzlich aus den amerikanischen Verkaufscharts. Grund war die bewusste Entscheidung des Publishers, die Datenlieferung an Circana einzustellen, wie «Gamereactor» berichtet.

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Seitdem stoppt das Unternehmen die komplette Datenübermittlung an Marktforschungsinstitute. Die Massnahme erfolgt in einer ohnehin turbulenten Phase für Ubisoft.

Ubisoft sieht sich seit Jahren mit Verzögerungen und schwachen Verkaufsergebnissen konfrontiert. Mehrere Projekte und hohe Kosten zwangen das Unternehmen zu umfassenden Umstrukturierungen, wie «Reuters» berichtet.

Negative Signale für die Branche

Branchenbeobachter werten den Rückzug als Versuch, negative Schlagzeilen zu vermeiden. Laut «Tech4Gamers» will sich der Spieleentwickler damit vor öffentlicher Kritik an schwachen Verkaufszahlen schützen.

Das Zurückhalten von Daten wird in der Spieleindustrie selten als positives Signal gesehen. Analysten betonen, dass Transparenz in dieser Branche für Vertrauen bei Investoren und Spielern entscheidend ist.

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Die Aktie des Unternehmens Ubisoft verlor in den letzten Tagen über 30 Prozent an Wert. (Archivbild) - keystone

Das Actionspiel «Star Wars Outlaws» verkaufte sich bislang nur rund eine Million Mal, was deutlich hinter den Erwartungen blieb. Diese Verkaufsleistung gilt im Branchenkontext als schwächer als erwartet, wie «Insider Gaming» meldet.

Finanzielle Turbulenzen verschärfen Lage

Ubisoft gab jüngst eine umfassende Umstrukturierung bekannt, bei der das Unternehmen in mehrere spezialisierte Einheiten aufgeteilt wird, wie «Reuters» berichtet. Diese strategische Reform soll nicht nur die kreative Ausrichtung erneuern, sondern auch Effizienzgewinne und Kostenreduktionen erzielen.

Das Unternehmen plant in den kommenden zwei Jahren Einsparungen von rund 200 Millionen Euro (etwa 184 Millionen Franken). Diese Massnahmen sollen Kosten senken und die strategische Ausrichtung des Konzerns neu justieren.

Die Ubisoft-Aktie brach in den letzten Tagen um über 30 Prozent ein, nachdem das Unternehmen seine Restrukturierung angekündigt hatte. CEO Yves Guillemot sprach von einem notwendigen Schritt, um das krisengeplagte Unternehmen neu auszurichten, wie aus Branchenberichten hervorgeht.

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