Studie

    Studie: Mehr problematische Handy-Nutzung in der Pandemie

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Die Smartphone-Nutzung in der Pandemie ist stark gestiegen. Offenbar soll dadurch der Kontrollverlust durch Corona ausgeglichen werden.

    Sport hilft gegen die problematische Handynutzung. Foto: Michael Kappeler/dpa
    Sport hilft gegen die problematische Handynutzung. Foto: Michael Kappeler/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Forscher der Ruhr-Universität Bochum sehen einen Zusammenhang zwischen «problematischer» Smartphone-Nutzung und dem Gefühl des Kontrollverlustes während der Pandemie.

    Die Studie wurde in der Fachzeitschrift «PLOS ONE» publiziert.

    «Mit der Kontrolle in der Onlinewelt versuchten die Befragten den Kontrollverlust durch Corona auszugleichen», beschreibt Mitautorin und Psychologin Julia Brailovskaia den Effekt.

    Frühere Studien haben gezeigt, dass die Smartphone-Nutzung in der Pandemie stark gestiegen ist. Während der Online-Umfrage im Frühjahr 2021 haben die 516 Befragten am Tag im Durchschnitt ihr Handy 3,14 Stunden genutzt. Dabei reichte die Spanne von minimal 6 bis maximal 418 Minuten (knapp sieben Stunden).

    Das Handy könne helfen, tägliche Routinen und soziale Kontakte aufrechtzuerhalten, schreiben die Autoren. Problematisch werde es, wenn dadurch Beziehungen, Arbeit oder geistige oder körperliche Gesundheit beeinträchtigt würden.

    Die Forscher baten die Probanden nicht nur, ihre Smartphone-Nutzung anzugeben. Sie mussten auch Fragen beantworten zu dem Gefühl, wenig Kontrolle zu haben, der Angst, etwas zu verpassen, und wiederkehrenden negativen Gedanken. Dabei habe sich ein statistischer Zusammenhang zwischen einem problematischen Smartphonegebrauch und diesen Faktoren gezeigt. Das sei aber kein Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang, betonen die Autoren.

    Brailovskaia sprach von einer zum Teil suchtartigen Nutzung des Smartphones. Der intensive Gebrauch sei nicht hinterfragt worden. Die Befragten hätten aggressiv reagiert, wenn sie von ihrem sozialen Umfeld auf die hohe Nutzung angesprochen wurden. Frühere Studien haben laut Brailovskaia gezeigt, dass Bewegung und Sport helfen, um problematische Handynutzung zu reduzieren. «Es ist banal, aber beim Sport kann ich nicht online sein», sagte die Forscherin der dpa.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Archiv
    210 Interaktionen
    Dänemark
    KI
    69 Interaktionen
    Wegen KI

    MEHR IN NEWS

    riad
    2 Interaktionen
    Wieder Verletzte
    Hans-Georg Landauer
    63 Interaktionen
    Berlin
    1 Interaktionen
    Martigny VS
    Nepal
    1 Interaktionen
    Kathmandu

    MEHR STUDIE

    ADHS
    19 Interaktionen
    Studie warnt
    VW
    17 Interaktionen
    Laut Studie
    2 Interaktionen
    Lausanne
    Schneemangel Swiss-Ski Nachwuchs
    117 Interaktionen
    ETH-Studie

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Reinhold Messner
    15 Interaktionen
    Hamburg
    Philippe Sands
    22 Interaktionen
    Zu Israel
    2 Interaktionen
    Frankfurt/Main
    RB Leipzig Bundesliga Frankfurt
    2 Interaktionen
    Nkunku-Hattrick