Der japanische Hersteller von Videospielen und Spielkonsolen Nintendo verzeichnet im ersten Quartal 2022 weniger Umsatz als im Vorjahr.
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Das Logo des japanischen Herstellers von Videospielen und Spielkonsolen. - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Lieferengpässe sorgen bei Nintendo für rückläufige Umsätze.
  • Im ersten Quartal 2022 sank der Umsatz des japanischen Spieleherstellers um 4,7 Prozent.
  • Dank günstigen Wechselkursen verdient das Unternehmen aber trotzdem mehr als im Vorjahr.

Nintendo verdient dank Wechselkursgewinnen gut. Gleichzeitig hat das japanische Unternehmen mit Lieferengpässen zu kämpfen. Im vergangenen Quartal fehlten insbesondere die für die Herstellung benötigten Chips. Darüber hinaus sind Videospiele ohnehin nicht mehr so gefragt wie noch zu Beginn der Pandemie.

Der Absatz der Spielekonsole Switch fiel im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 3,43 Millionen Geräte. Das hatte auch Folgen für die Erlöse, auch wenn der Rückgang zum Teil vom schwachen Yen abgefedert wurde. Der Umsatz sank im Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um 4,7 Prozent. Dies entspricht knapp 307,5 Milliarden Yen (rund 2,27 Mrd Euro), wie der japanische Videospiele-Spezialist am Mittwoch mitteilte.

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Eine Nintendo Switch Spielkonsole. - keystone

Unterm Strich verdiente Nintendo dank Wechselkursgewinnen trotzdem deutlich mehr als im Vorjahr. Der günstige Kurs trug bei der Umrechnung von Auslandsgewinnen in japanische Währung 51,7 Milliarden Yen zur Bilanz bei. Der Konzerngewinn stieg im Jahresvergleich um 28,3 Prozent auf knapp 119 Milliarden Yen (gut 877 Mio Euro).

Nach dem Boom zu Beginn der Corona-Pandemie machte sich zuletzt auch eine allgemeine Abschwächung im Geschäft der Videospiele-Industrie bemerkbar. Für das vergangene Quartal meldete Konkurrent Sony ebenfalls Rückgänge in seinem Playstation-Geschäft. Auch grosse Spiele-Anbieter kämpften mit Gegenwind.

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