Nause: «Wohlstand und Sicherheit in destabilisierter Welt sichern»
Der Berner Mitte-Nationalrat Reto Nause betont in seinem Gastbeitrag, wie wichtig stabile Freihandelsabkommen sind.

Mit nur 9 Millionen Einwohnern erbringen wir eine Gesamtwirtschaftsleistung von 854 Milliarden, die uns weltweit zur Nr. 15 macht. Das ist enorm!
Wir verdanken unser «Wirtschaftswunder» einer soliden Binnenwirtschaft aber vor allem auch Handelsüberschüssen, die eine hoch spezialisierte Exportwirtschaft liefert. Fast jeder 2. Franken wird im Ausland verdient. Mit 50 % ist die EU der mit Abstand wichtigste Partner; gefolgt von den USA mit 18 %.
Das Geheimnis des Erfolgs ist eine Tradition des Freihandels: Seit 1973 mit der damaligen Europäischen Gemeinschaft, seit 2002 mit der umfassenden Partnerschaft mit der EU – geregelt in den Bilateralen I & II.

Diese über 50-jährige Tradition gilt es nun zu festigen, weiterzuführen und mit namentlich einem Stromabkommen zu ergänzen. Die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache: Unsere Zusammenarbeit hat sich mehr als bewährt.
Die Zusammenarbeit erfolgt regelbasiert und partnerschaftlich – es gilt nicht die Macht des Stärkeren! Allein dies scheint im aktuellen globalen Umfeld Gold wert.
Aktuell wissen wir beispielsweise nicht wie hoch die Zölle mit den USA sind: 10 %, 15 % oder 25 %? Und vor allem wissen wir kaum, wie hoch sie in drei Monaten sein werden. Wir kennen den Preis dafür: 200 Milliarden.
Da lobe ich mir die Bilateralen III: 0 % Zoll für 350 Millionen – oder anders formuliert: Den «real & fair Deal» mit Europa können wir 570 Jahre lang finanzieren – wenn wir uns nicht auf «fake Deals» mit Trump verlassen.
Zum Autor
Reto Nause (*1971) war von 2009 bis 2024 Gemeinderat der Stadt Bern. Seit Dezember 2023 sitzt er für Die Mitte im Nationalrat. Er präsidiert zudem die «Allianz Sicherheit Schweiz».









