Apple geht in einer Aufräumaktion gegen länger nicht aktualisierte Apps vor. Das Problem: Einige von ihnen sollen gar kein Update mehr erhalten.
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Das Logo von Apple hängt an dem Laden des Elektronikkonzerns in New York. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Apple hat sein Engagement zur Löschung veralteter Apps offenbar erhöht.
  • Einige Entwickler haben nun ein Ultimatum von 30 Tagen erhalten, um Updates vorzunehmen.

Bereits 2016 sagte Apple veralteten Apps den Kampf an. Der iPhone-Hersteller entfernt seither Programme, welche nicht mehr aktiv gewartet werden, aus seinem Store.

Auch auf der Webseite für Entwickler ist ein solcher Hinweis zu entnehmen: «Wir implementieren einen fortlaufenden Prozess zur Bewertung Apps. Dabei wird geprüft, ob sie nicht mehr wie vorgesehen funktionieren, nicht den aktuellen Richtlinien entsprechen oder veraltet sind.»

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Das Icon des App Store auf einem iPhone von Apple. - Keystone

Fertigen Apps droht Entfernung aus Store

Wie stark Apple diese Richtlinien in den letzten Jahren durchgesetzt hat, ist nicht klar. Doch wie «The Verge» berichtet, haben in jüngster Vergangenheit einige Entwickler ein unliebsames E-Mail aus Cupertino erhalten. So wird ihnen ein Ultimatum von 30 Tagen gestellt, um ihre Apps zu aktualisieren.

Das Problem dabei ist, dass es sich in einigen Fällen um Game-Hersteller handelt, die die Entwicklung abgeschlossen haben.

So äussert sich beispielsweise Robert Kabwe von Protopop Games kritisch über das Vorgehen. Demnach steht sein Spiel Motivoto vor der Entfernung, obwohl es vollständig intakt ist. Jedoch wurde es im März 2019 das letzte Mal aktualisiert.

Nicht nur Apple löscht alte Apps

Apple ist dabei jedoch nicht der einzige Store-Betreiber, der gegen ältere Apps vorgeht. So sind aktuell auf Google Play rund eine Million Apps weniger als 2018.

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