Apple will Siri künftig auf Google-Servern betreiben
Apple plant, Siri künftig auf Google-Servern laufen zu lassen, da die eigene Cloud-Infrastruktur an ihre Grenzen stösst.

Apple hat Google gebeten, Server in dessen Rechenzentren einzurichten, wie «Mac Life» berichtet. Die neue Siri-Generation soll auf Googles Gemini-Modell basieren und deutlich mehr Rechenleistung benötigen.
Die eigene Cloud-Infrastruktur des iPhone-Konzerns scheint für die KI-Anforderungen nicht auszureichen. Apples Private Cloud Compute ist derzeit nur zu zehn Prozent ausgelastet.
Einige für das KI-Cloud-System vorgesehene Server befinden sich noch in Lagerhäusern und wurden nicht installiert. Diese Situation könnte sich jedoch schlagartig ändern, sobald die nächste Siri-Generation auf den Markt kommt.
Chips für Consumer-Geräte entwickelt
Die neue Version soll deutlich leistungsfähiger sein und die Nachfrage nach Cloud-Kapazitäten erheblich steigern. Apple möchte für einen möglichen Anstieg der KI-Nutzung gewappnet sein, wenn Siri später erscheint.
Die Probleme wurden durch Schwierigkeiten mit Private Cloud Compute noch verschärft, wie «Mac Life» schreibt. Das System benötigt längere Aktualisierungszeiten als andere Server und ist nicht für KI-Workflows optimiert.
Die aktuell verwendeten Chips wurden für Verbrauchergeräte entwickelt, wie «Macerkopf» ausführt. Das bedeutet, dass sie nicht gut geeignet sind, um grosse Modelle wie Gemini auszuführen.
Partnerschaft zwischen Apple und Google geht über Siri hinaus
Apple und Google hatten bereits im Januar angekündigt, dass Gemini-KI-Modelle die verbesserte Siri unterstützen werden. Die gemeinsame Erklärung besagte, dass die nächste Generation auf Googles Technologie basieren wird.

Die Partnerschaft geht über die reine Siri-Überarbeitung hinaus und soll künftige Apple-Intelligence-Funktionen unterstützen. Softwarechef Craig Federighi hatte Google Cloud zuvor wiederholt als Option für KI-Anforderungen abgelehnt.
Jahrelang hatte Apple seinen KI-Ingenieuren die Nutzung von Googles Cloud-Technologien aus Datenschutzgründen untersagt. Im Jahr 2023 nahm Google jedoch Änderungen an seinen Sicherheitssystemen vor, die Apples Anforderungen erfüllten, berichtet «Apfeltalk».
















