Coronavirus

    Gerüchte über Corona-Lockdown lösen in Peking Ansturm auf Supermärkte aus

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    China,

    In zahlreichen Geschäften bildeten sich am Donnerstag lange Warteschlangen, Kunden trugen Einkaufskörbe voller Gemüse, andere Säcke mit Reis.

    Kunden stehen Schlange in Pekings Supermärkten
    Kunden stehen Schlange in Pekings Supermärkten - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Behördenvertreter dementierten, dass es zu einem Lockdown kommen werde.
    • Die Bevölkerung wurde aufgerufen, keine Panikkäufe zu machen.

    Gerüchte über einen Corona-Lockdown in Peking haben in der chinesischen Hauptstadt einen Ansturm auf Supermärkte ausgelöst. In zahlreichen Geschäften bildeten sich am Donnerstag lange Warteschlangen, Kunden trugen Einkaufskörbe voller Gemüse, andere Säcke mit Reis. Die Behörden kündigten zwar keinen Lockdown an, bestätigten aber den Start von drei weiteren Runden von Massentests für Bewohner von zwölf Bezirken. Zudem «empfahlen» sie den Menschen, zu Hause zu bleiben.

    Behördenvertreter erklärten bei ihrer täglichen Pressekonferenz, es bestehe kein Anlass für Panikkäufe. Die Bevölkerung solle Ruhe bewahren. «Der sogenannte Lockdown und die 'Ruhephase' sind Gerüchte», sagte der Behördenvertreter Xu Hejian.

    Die Millionenmetropole hat in den vergangenen Wochen versucht, eine Corona-Welle einzudämmen, indem sie U-Bahnhöfe schloss und die Menschen zur Arbeit im Homeoffice aufrief. Hunderte Wohnkomplexe wurden abgeriegelt, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

    Bewohner befürchten drakonische Massnahmen wie in Shanghai

    Die Bewohner befürchten, dass in Peking ebenso drakonische Massnahmen verhängt werden könnten wie in der 25-Millionen-Einwohner-Stadt Shanghai, wo die meisten Menschen wochenlang zu Hause festsassen, obwohl zunächst nur von einem kurzen Lockdown die Rede war.

    Der 41-jährige Sui Xin sagte der Nachrichtenagentur AFP in einem Supermarkt im Zentrum von Peking, er habe in Online-Netzwerken gelesen, dass die Pekinger Behörden einen Lockdown verhängen könnten. «Jeder stockt seine Vorräte auf», sagte er beim Einkauf von Eiern und Instantnudeln. «Ich bin versorgt, falls ich für drei oder sieben Tage zuhause bleiben muss», sagte er. Ein Kunde mit dem Namen Huang sagte in einem weiteren Supermarkt, er habe nur noch Hähnchenflügel und Nudeln bekommen, «sonst ist nichts mehr da».

    Am Donnerstag meldete die nationale Gesundheitskomission für Peking 47 Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden, elf davon ohne Symptome.

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