Sogar Erpressungen sind offenbar nicht jedermanns Sache. Ein Bombendroher erwähnt am Telefon seinen eigenen Namen – und wandert jetzt ins Gefängnis!
Casino Wien Bombendrohung Erpressung
Der Übeltäter hat sich selbst verraten. - Keystone / Pixabay / Casino Wien / Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein unzufriedener Gast forderte von einem Wiener Casino 500'000 Euro.
  • Der Mann sprach sogar Bombendrohungen aus.
  • Am Telefon verriet er aber seinen eigenen Namen, die Polizei sagt Danke.

Ein frustrierter Zocker im Casino in Wien behauptet, dass er um 350 Euro betrogen worden sei. Er wird ausfällig und aggressiv. Es folgen sogar Morddrohungen, woraufhin eine Sperre ausgesprochen wird.

Doch der Hitzkopf gibt nicht nach: Im Verlauf des Abends betreibt der 33-Jährige Telefonterror, äussert sogar Bombendrohungen und fordert 500'000 Euro Entschädigung. Der Betrag solle an einer vereinbarten Stelle deponiert werden.

Dumm nur: Der Bombendroher nennt am Telefon seinen eigenen Namen. Darum geht es nicht lange, bis die Polizei die Identität des Täters ermittelt hatte.

Verteidigung fordert Strafmilderung wegen Dummheit

Die absurde Aktion hat sich bereits im Juni zugetragen. Jetzt kam die Sache vor Gericht. Wie «Radio Wien» berichtet, ist der Übeltäter alles andere als einsichtig.

Er leugnet die Drohungen und relativiert: «Ich entschuldige mich für den Anruf. Ich habe nicht geglaubt, dass die mich ernst nehmen.»

Unklug: Der Mann hatte die Drohungen während des Polizei-Verhörs noch gestanden. Und er war an den vereinbarten Geld-Abgabe-Orten aufgetaucht. Die Verteidigerin äusserte vor Gericht, dass sie nur wenig zur Entlastung ihres Mandanten aussagen könne. Aber: «Ich ersuche in Hinblick auf die intellektuelle Minderbegabung meines Mandanten um Nachsicht.»

Verdient der Angeklagte eine Strafmilderung wegen Dummheit?

Der laut Anwältin intellektuell Benachteiligte muss nun eine dreijährige Haft antreten.

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