Zum Flugzeugabsturz bei La Punt GR bleibt einiges unklar
Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat den Flugverlauf eines 2025 beim Dorf La Punt Chamues-ch in Graubünden abgestürzten Kleinflugzeugs nur ungefähr rekonstruieren können. Dieses wurde so stark zerstört, dass keine Flugwegaufzeichnungen sichergestellt werden konnten. Beim Absturz starben drei Personen.

Wegen des hohen Zerstörungsgrades des Flugzeugwracks und «in Ermangelung von Flugwegaufzeichnungen» seien nur eingeschränkt präventive Aussagen möglich, schrieb die Sust in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Der Flugverlauf des am 17. März 2025 abgestürzten Flugzeuges liess sich anhand diverser Augenzeugenberichten nur ungefähr rekonstruieren. Deshalb werde die Untersuchung mit einem Faktenbericht beendet.
In diesem Bericht ist festgehalten, dass dem Flugzeug zuletzt im Juni 2024 die Lufttüchtigkeit bescheinigt worden war. Forensisch-toxikologische Analysen hätten keinen Befund ergeben, der die Handlungs- oder Flugfähigkeit der Pilotin hätte beeinflussen oder einschränken können.
Bei der Pilotin wurde eine Blutalkoholkonzentration von 0,53 Promille nachgewiesen, heisst es weiter. Möglich sei, dass Teile oder die gesamte Alkoholkonzentration auf Gärungsprozesse nach dem Tod zurückzuführen seien.
Das einmotorige Propellerflugzeug des Typs Extra EA-400 war am 17. März 2025 um 17.20 Uhr auf dem Flugplatz Samedan GR mit dem Ziel Roskilde in Dänemark gestartet, wie die Bündner Kantonspolizei einen Tag später mitteilte. Kurz darauf stürzte das Flugzeug am nördlichen Dorfrand von La Punt Chamues-ch ab und brannte vollständig aus.










