Uno-Menschenrechtsrat: Krieg im Sudan wird aus dem Ausland geschürt
Ermittler des Uno-Menschenrechtsrates in Genf kommen zum Schluss, dass die Rekrutierung ausländischer Staatsangehöriger und die umfassende Unterstützung von aussen den Krieg im Sudan anheizen. Die Kommission nimmt internationale Unternehmen ins Visier, die paramilitärische Gruppen unterstützt haben.

In dem am Donnerstag in Genf veröffentlichten Bericht werfen die drei Ermittler der sudanesischen Armee zudem den Einsatz ausländischer Drohnen vor.
Die Unterstützung der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) erfolgt demnach insbesondere durch Waffen, Munition und Militärtechnologie, aber auch durch Hilfe bei Offensiven. Bis zu 2000 ehemalige kolumbianische Soldaten sollen in Darfur und in Kordofan Drohnen für die RSF gesteuert haben. Auch Gruppen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten seien darin verwickelt. Die Unterstützung soll über den Tschad, Libyen oder Somalia geleitet worden sein.
Die Staaten, aus denen all diese internationalen Akteure stammen, müssten Ermittlungen einleiten und die Söldner daran hindern, heisst es in dem Bericht weiter. Die Folgen treffen demnach vor allem die Zivilbevölkerung. Gezielte Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastrukturen kämen jedoch Kriegsverbrechen gleich.
Seit Beginn des Konflikts vor drei Jahren zwischen den Rapid Support Forces und der Armee wurden im Sudan zehntausende Menschen getötet. Fast 13 Millionen Menschen wurden vertrieben. Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen.














