Gute Kontakte nach oben: Schweiz macht sozialen Aufstieg leichter
Vitamin B für alle: In der Schweiz haben Menschen mit tieferen Einkommen einer Studie zufolge vergleichsweise oft Kontakt zu Personen in hohen beruflichen Positionen.

Diese soziale Durchmischung sei ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Aufstieg, teilte das Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern am Donnerstag mit
Mehr als 75 Prozent der Menschen aus der unteren Einkommenshälfte in der Schweiz kennen der in der Fachzeitschrift «B.E. Journal of Economic Analysis & Policy» veröffentlichten Studie zufolge mindestens eine Person in einer hohen beruflichen Position. Die Analyse basierte auf einer Befragung von über 14'000 Personen in 13 Ländern.
Mit diesem Wert belegt die Schweiz unter den untersuchten Ländern den zweiten Platz hinter Island. In Deutschland, Grossbritannien und Frankreich belief sich der Anteil auf rund 60 Prozent. Am unteren Ende der Rangliste der 13 untersuchten Länder befanden sich Österreich mit rund 50 Prozent und Japan mit rund 25 Prozent.
Laut den Studienautoren bestand ein Zusammenhang zwischen diesen Kontakten und der Einkommensmobilität. In Ländern mit einer stärkeren sozialen Vernetzung hätten Kinder aus weniger privilegierten Familien bessere Chancen auf einen wirtschaftlichen Aufstieg.
Eine mögliche Erklärung für das gute Ergebnis der Schweiz lieferte eine Auswertung des Schweizer Haushalt-Panels. Demnach hatten Menschen aus unterschiedlichen Einkommensgruppen ähnliche Gelegenheiten für soziale Begegnungen, etwa bei der Arbeit, in der Nachbarschaft oder in Vereinen.






