Raiffeisen Schweiz erntet Kritik für fehlende Vorwarnung
Raiffeisen Schweiz steht in der Kritik: Betroffene Mitarbeitende erfuhren den geplanten Stellenabbau erst Stunden nach der Öffentlichkeit.

Raiffeisen Schweiz hat ihre Mitarbeitenden laut «Cash» erst Stunden nach der allgemeinen Bekanntmachung über den Stellenabbau informiert. Das Vorgehen der Bank sorgt nun für scharfe Kritik von Arbeitnehmerseite.
Die Bank begründete die späte interne Information mit der sogenannten «Regelung der Ad-hoc-Publizitätspflicht», wie «Cash» weiter berichtet. Eine Vorabinformation der Belegschaft wäre demnach nach eigener Darstellung nicht erlaubt gewesen.
Die Medienmitteilung und das interne Informationsschreiben seien jedoch zeitgleich verschickt worden, hält Raiffeisen fest. Dennoch reisst die Kritik nicht ab.
Bankpersonalverband mit deutlichen Worten
«Das ist schlechter Stil», sagte der Präsident des Schweizerischen Bankpersonalverbands, Michael von Felten, wie «Cash» berichtet. Er geht davon aus, dass viele Mitarbeitende die Nachricht zuerst via Radio oder per Pushmeldung auf dem Handy erfahren haben.
Unklar bleibt laut dem Wirtschaftsmagazin «Moneycab», welche Abteilungen konkret betroffen sind. Auch über die Auswirkungen auf die beiden Hauptstandorte St. Gallen und Zürich gibt Raiffeisen weiterhin keine Auskunft.
«Es werden bis zu 70 Kündigungen notwendig sein», sagte ein Raiffeisen-Sprecher. Raiffeisen hatte Ende August angekündigt, bis zu 180 Stellen abzubauen und damit 60 Millionen Franken an Personal- und Sachkosten einzusparen.
Raiffeisen Schweiz: Kündigungen bereits verschickt
Nur eine Woche nach der öffentlichen Ankündigung des Stellenabbaus wurden die Betroffenen bereits individuell benachrichtigt, berichtet «Inside Paradeplatz».

Ein Raiffeisen-Sprecher erklärte, es sei im Sinne der betroffenen Personen, wenn sie möglichst rasch informiert seien.
Für die gekündigten Mitarbeitenden komme ein Sozialplan zur Anwendung, der zuvor mit der Personalkommission und dem Schweizerischen Bankenpersonalverband vereinbart wurde. Die Bank betont damit, den Abbau sozialpartnerschaftlich abgestützt zu haben.












