Trump: «Ich werde nirgendwo Truppen stationieren»
Der Iran-Krieg dauert bereits seit bald drei Wochen. Mehrere hochrangige Politiker und Militärs wurden von Israel und den USA getötet.

Das Wichtigste in Kürze
- Am 28. Februar griffen Israel und die USA den Iran an und starteten den Krieg.
- Der Iran schlägt grossflächig zurück und attackiert auch Ziele in den Golfstaaten.
- Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine Entwicklung im Nahen Osten.
Am 28. Februar griffen die USA und Israel den Iran an. Seither wurden mehrere hochrangige Militärs und Politiker, darunter der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Zudem greift Israel wieder Stellungen der Hisbollah im Libanon an.
Der Iran schlägt grossflächig zurück und attackiert auch die Golfstaaten sowie deren Energieinfrastruktur. Zudem blockiert das Land die für den Ölhandel wichtige Strasse von Hormus, was zu starken Preisanstiegen und grossen Unsicherheiten führt.
Wie lange der Krieg noch dauern wird, ist unklar. Donald Trump hat angetönt, dass er nach wenigen Wochen beendet sein werde. Doch die politischen Ziele der USA und auch Israels sind weiterhin nicht bekannt.
Trump: «Ich werde nirgendwo Truppen stationieren»
17.38: US-Präsident Donald Trump erklärt, er werde keine US-Truppen entsenden, als er zu einem Bericht von Reuters befragt wird, wonach seine Regierung erwäge, Tausende von US-Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden.

«Nein, ich werde nirgendwo Truppen stationieren. Wenn ich das täte, würde ich es Ihnen sicherlich nicht sagen, aber ich entsende keine Truppen», sagte Trump laut «CNN» am Donnerstag im Oval Office.
Oman: USA haben Kontrolle über eigene Aussenpolitik verloren
17.18: Der omanische Aussenminister kritisiert das Vorgehen der USA im Iran-Krieg. In einem Meinungsbeitrag im britischen Magazin «The Economist» schrieb Aussenminister Badr al-Bussaidi, für die USA wie auch für den Iran gebe es in diesem Krieg nichts zu gewinnen.
Das sei eine «unbequeme Wahrheit», weil sie zeige, dass die USA in bestimmtem Mass «die Kontrolle über die eigene Aussenpolitik verloren haben».

Die Militäreinsätze Israels und der Vereinigten Staaten seien «rechtswidrige Angriffe auf einen Frieden, der für kurze Zeit möglich erschien», schrieb al-Bussaidi weiter. Der Minister hatte bis Ende Februar zwischen dem Iran und den USA bei den Atomverhandlungen vermittelt.
Trotz seiner Vermittlungsbemühungen wurde der Oman seit Beginn des Iran-Kriegs mehrfach zum Ziel iranischer Angriffe. Vergangene Woche waren zwei Menschen einem Bericht zufolge durch eine herabstürzende Drohne ums Leben gekommen.
Hegseth: «Es kostet Geld, Bösewichte zu töten»
16.55: US-Kriegsminister Pete Hegseth hat einen Finanzierungsantrag seines Hauses zur Fortführung des Iran-Kriegs verteidigt.
«Es kostet Geld, Bösewichte zu töten», rechtfertigte er sich bei einer Pressekonferenz. Er wolle sich erneut an den Kongress wenden, um so für ausreichende Munitionsvorräte sowie die Finanzierung «für das, was wir in Zukunft möglicherweise tun müssen», Sorge zu tragen.

Die «Washington Post» hatte unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, das Pentagon habe beim Weissen Haus um Genehmigung eines Antrags an den US-Kongress gebeten. Dabei geht es um mehr als 200 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung des Krieges gegen die Führung in Teheran.
Auf den Bericht angesprochen, sagte Hegseth: «Was die 200 Milliarden Dollar angeht, denke ich, dass sich diese Zahl noch ändern könnte.»
Teheran: Reaktion auf Israel «nur ein Bruchteil» der Schlagkraft
16.32: Irans Aussenminister Abbas Araghtschi warnt vor einer härteren Reaktion, sollte Israel erneut die iranische Infrastruktur angreifen. Auf der Plattform X erklärte er, Irans Reaktion auf den israelischen Angriff habe nur einen Bruchteil der Schlagkraft ausgeschöpft.
«Der EINZIGE Grund für diese Zurückhaltung war der Respekt vor der geforderten Deeskalation», so Araghtschi. Der Aussenminister betonte zudem, ein mögliches Kriegsende müsse die Schäden an zivilen Einrichtungen im Iran berücksichtigen.

Israel griff am Mittwoch Anlagen der iranischen Gasindustrie am Persischen Golf an. Die Revolutionsgarden hatten zuvor gedroht, im Falle von Angriffen auf die eigene Energieinfrastruktur Öl- und Gasfelder in der Region in Brand zu setzen und zu zerstören.
Als Reaktion auf den israelischen Angriff griff der Iran die für den Weltmarkt bedeutenden Flüssiggasanlagen im katarischen Industriegebiet Ras Laffan an.
Trump erwägt Bodentruppen, um Strasse von Hormus zu sichern
16.18: Die Regierung von Präsident Donald Trump erwägt den Einsatz von Tausenden US-Soldaten zur Verstärkung ihrer Operation im Nahen Osten, wie die Nachrichtenagentur «Reuters» berichtet.
Zu diesen Optionen gehöre demnach die Sicherung eines Durchgangs für Öltanker durch die Strasse von Hormus. Diese Mission würde in erster Linie durch Luft- und Seestreitkräfte durchgeführt werden, sagten ein US-Beamter und drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur.
Die Sicherung der Meerenge könnte demnach auch den Einsatz von US-Truppen an der iranischen Küste bedeuten.

Die Trump-Regierung habe zudem Optionen erörtert, Bodentruppen auf die iranische Insel Kharg zu entsenden, die Drehscheibe für 90 % der iranischen Ölexporte, sagten die US-Quellen der Nachrichtenagentur.
Ein Beamter des Weissen Hauses, der anonym bleiben wollte, sagte gegenüber «Reuters»: «Es gibt derzeit keine Entscheidung, Bodentruppen zu entsenden, aber Präsident Trump hält sich klugerweise alle Optionen offen.»
WTO warnt: Nahost-Konflikt bedroht Welthandel
15.49: Der Krieg gegen den Iran und die wachsenden Spannungen im Nahen Osten bedrohen nach Angaben der Welthandelsorganisation das Wachstum des globalen Handels.
Wenn der Konflikt anhält, die Energiepreise hoch blieben und damit Transportkosten steigen, dürfte dies das Wachstum in diesem Jahr um 0,5 Prozentpunkte senken.

Ein möglicher Lichtblick: «Die Aussichten könnten sich noch verbessern, wenn der Konflikt schnell beendet wird und der Boom bei den Ausgaben für künstliche Intelligenz anhält», schreibt die Welthandelsorganisation (WTO) in ihrem halbjährlichen Handelsausblick.
Die Organisation sieht den Warenhandel in einem optimistischen Szenario ohne Energiepreisschocks in diesem Jahr um 1,9 Prozent wachsen.
Grosse europäische Länder und Japan verurteilen Blockade am Golf
15.35: Mehrere wichtige europäische Staaten sowie Japan fordern den Iran auf, die faktische Sperrung der Strasse von Hormus zu beenden. Teheran solle unverzüglich seine Versuche stoppen, die wichtige Meerenge durch Drohgebärden, das Verlegen von Minen sowie Drohnen- und Raketenangriffe und andere Massnahmen zu blockieren.
Das hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Grossbritanniens, Italiens, der Niederlande und Japans. Das iranische Vorgehen wird darin «aufs Schärfste» verurteilt.
Zudem signalisierten sie die Bereitschaft, zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Region aktiv zu werden. «Wir bekunden unsere Bereitschaft, einen Beitrag zu geeigneten Anstrengungen zu leisten, um eine sichere Passage der Meerengen zu gewährleisten», hiess es weiter.

Die USA und Israel, die mit ihren Angriffen auf den Iran den jüngsten Konflikt am Persischen Golf ausgelöst hatten, wurden in der Erklärung nicht erwähnt.
Gefordert wurde jedoch ein «unverzügliches, umfassendes Moratorium» auf alle Angriffe gegen zivile Infrastruktur, einschliesslich Öl- und Gas-Anlagen. «Wir rufen alle Staaten auf, das Völkerrecht zu achten und die wesentlichen Grundprinzipien des globalen Wohlstands und der internationalen Sicherheit aufrechtzuerhalten», so die Erklärung weiter.
Die Entscheidung der Internationalen Energieagentur, eine koordinierte Freigabe der strategischen Ölreserven zu bewilligen, begrüsse man, hiess es.
Zudem sollen weitere Massnahmen zur Stabilisierung der Energiemärkte getroffen werden, «auch durch Zusammenarbeit mit bestimmten Erzeugerländern im Hinblick auf eine Produktionssteigerung».
Bessent erwägt Lockerung der Sanktionen gegen iranisches Öl
15.17: Angesichts der angespannten Lage auf dem internationalen Ölmarkt hat US-Finanzminister Scott Bessent teilweise Lockerungen von Handelsbeschränkungen für iranisches Öl in Aussicht gestellt.
«In den kommenden Tagen werden wir möglicherweise die Sanktionen gegen iranisches Öl aufheben, das sich derzeit auf See befindet», sagte er dem US-Sender Fox Business. Dabei handele es sich um etwa 140 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter).
Bessent zufolge entspricht die schwimmende Ölmenge einem Vorrat von 10 bis 14 Tagen, der ansonsten nach China gegangen wäre. Dabei betonte er, dass iranisches Öl weiterhin aus dem Persischen Golf heraus nach Indien und China exportiert werde. China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus dem Iran.

Mit der Aufhebung von Sanktionen für bereits im Transport befindliches Öl aus dem Iran versuchen die USA, die steigenden Preise für den Rohstoff unter Kontrolle zu bekommen. Zuletzt hatten sich Öl und Gas infolge des Iran-Kriegs deutlich verteuert.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Strasse von Hormus – einer Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die normalerweise ein bedeutender Teil des globalen Ölhandels verläuft. Der Schiffsverkehr dort ist nahezu zum Erliegen gekommen. Die USA erlaubten daraufhin auch temporär den Kauf von derzeit per Schiff transportiertem russischen Öl, um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern.
Babis nennt israelischen Angriff auf Gasfeld «unbegreiflich»
14.15: Der tschechische Regierungschef Andrej Babis hat den israelischen Angriff auf das Gasfeld «South Pars» im Persischen Golf vom Mittwoch als «unbegreiflich» bezeichnet.
«Diese Sache hat die Märkte total zerstört, der Gaspreis explodiert», kritisierte der 71-Jährige der Agentur CTK zufolge kurz vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. Zuvor habe er noch die Hoffnung gehegt, dass die Treibstoff- und Energiepreise in seinem Land bereits ihren Höhepunkt erreicht hätten, sagte der Unternehmer. Die Lage habe sich nun völlig geändert.

Beobachter bewerteten die scharfe Kritik als ungewöhnlich, denn Tschechien galt bisher als einer der engsten Verbündeten Israels in der Europäischen Union.
Der Milliardär Babis regiert seit Dezember mit seiner rechtspopulistischen Partei ANO in einer Koalition mit zwei Parteien am rechten Rand. Im Wahlkampf hatte er die liberalkonservative Vorgängerregierung für Preissteigerungen unter anderem bei Lebensmitteln und Medikamenten verantwortlich gemacht.
Krieg verstärkt Verunsicherung und Frust im Iran
13.43: Nach fast drei Wochen Krieg herrscht bei vielen Iranerinnen und Iranern Verunsicherung und Frust.
Eigentlich ist März eine der schönsten Zeiten im Iran. Am Freitag beginnt das persische Neujahrsfest Norus. Doch die Basare und Einkaufspassagen sind leer. Viele Händler sitzen frustriert in ihren Läden, wie Bewohner aus der Hauptstadt Teheran erzählen.
Andere haben die Hoffnung aufgegeben und ihre Geschäfte bereits geschlossen. Viele Familien harren in ihren Wohnungen aus. «Meine Frau und ich wissen nicht, was wir machen sollen», sagt Dschawad, ein 72 Jahre alter Rentner. «Wie lange soll das noch so weitergehen? Keiner hat eine Antwort!»

Der frühere Bankangestellte sagt, er befürworte eigentlich militärische Gewalt für einen Machtwechsel. «Auch nach drei Wochen Krieg ist das Regime noch da, Land und Volk aber sind am Ende», sagt er jedoch.
Sana geht eigentlich noch zur Schule. Die 18-Jährige hatte gehofft, dass es schnell zu einem Sturz der Regierung kommt. Gut drei Wochen nach Kriegsbeginn bestimmen jedoch Sorgen und Hoffnungslosigkeit ihren Alltag. «Dieses Land wird vollständig zerstört», sagt sie.
Während die Schulen geschlossen bleiben, versucht sie sich täglich mit Büchern und Anime abzulenken. Nach dem Krieg will sie auswandern. «Ich habe keine Hoffnung mehr in dieses Land», sagt sie.
Amin ist ein Jahr jünger. Er hat keine Angst, wenn die Kampfjets über die Häuserdächer donnern, wie er erzählt.
Trotz der Bombardierungen in der Hauptstadt trifft er sich mit Freunden noch zum Fussballtraining, geht in Parks und spielt Videospiele. «Meine Generation ist furchtlos und wächst mit dem Krieg auf», erzählt er.
«Aber was mich wirklich beunruhigt, ist die Zukunft. All die Pläne, die ich für mein Leben hatte, stehen jetzt unter dem schweren Schatten des Krieges», erzählt er enttäuscht. «Am Ende ist es unsere Generation, die die Kosten dieses Krieges tragen muss», sagt der 17-Jährige.
Strasse von Hormus: Nato-Chef erwartet Einigung von Alliierten
13.08: Nato-Generalsekretär Mark Rutte rechnet im Streit um eine mögliche militärische Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Strasse von Hormus mit einer Einigung zwischen den USA und anderen Alliierten.
«Was die Strasse von Hormus betrifft, so sind sich alle einig, dass diese Meerenge nicht geschlossen bleiben darf», sagte Rutte am Rande eines Treffens mit dem rumänischen Präsidenten Nicusor Dan in Brüssel.

Dies sei entscheidend für die Weltwirtschaft. In seinen Kontakten mit den Verbündeten sehe er, dass intensiv über den besten Weg nach vorn beraten werde.
Rutte fügte hinzu, er sei zuversichtlich, dass wie immer alles zur Unterstützung der gemeinsamen Interessen getan werde. «Wir werden einen Weg nach vorn finden», sagte er.
Mehrere Länder hatten zuvor deutlich gemacht, dass sie den Iran-Krieg der USA und Israels kritisch sehen und sich trotz steigender Energiepreise vorerst nicht an einem möglichen Militäreinsatz zur Absicherung der Handelsschifffahrt durch die Strasse von Hormus beteiligen wollen.
Drohne stürzt über Ölraffinerie in Saudi-Arabien ab
12.53: Über der saudischen Ölraffinerie Samref ist nach offiziellen Angaben eine Drohne abgestürzt. Der Schaden werde derzeit begutachtet, teilte das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien mit.
Der Iran hatte am Mittwoch nach israelischen Angriffen auf iranische Gasanlagen gedroht, als Vergeltungsmassnahme Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar anzugreifen.
Unter den genannten Zielen war auch die Samref-Raffinerie. Sie ist eine der bedeutendsten im Land.

Am Morgen hatte das Verteidigungsministerium bereits erklärt, mehrere Drohnen unter anderem bei der Hauptstadt Riad und im östlichen Teil des Landes abgefangen zu haben.
Auch eine ballistische Rakete, die auf den Hafen von Janbu – nahe der Raffinerie – abgefeuert worden sei, sei abgefangen und zerstört worden.
Kuwait meldet Brände nach Drohnenangriffen auf Ölraffinerien
12.35: In Kuwait sind zwei Raffinerieanlagen der staatlichen Ölgesellschaft Ziel von Drohnenangriffen geworden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation berichtete, wurde eine Betriebseinheit in der Raffinerie Mina Abdullah von einer Drohne attackiert. Daraufhin sei ein Brand ausgebrochen.

Zudem wurde eine weitere Betriebseinheit in der Raffinerie Mina al-Ahmadi von einem ähnlichen Angriff getroffen. Auch dort kam es nach Angaben des Unternehmens zu einem begrenzten Brand. Beide Anlagen gehören zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.
In beiden Fällen seien umgehend alle erforderlichen Vorsichtsmassnahmen ergriffen worden, hiess es. Verletzte habe es nicht gegeben.
Onlinehandel kommt im Iran durch Krieg zum Erliegen
11.10: Der Onlinehandel ist im Iran durch den Krieg nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Betroffen seien landesweit Hunderttausende Unternehmen, sagte ein Brancheninsider in Teheran.
Seit fast drei Wochen hat Irans Sicherheitsapparat die Bevölkerung vom Internet abgeschnitten. Zugriff haben Menschen in dem Land mit gut 90 Millionen Einwohnern nur auf das nationale Netz.
Die meisten Händler sind jedoch für die Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen auf Apps wie Instagram angewiesen. Auch die IT-Branche leidet unter dem Krieg.

Notebooks und Handys könne sich niemand mehr leisten, sagt Mortesa, ein 33 Jahre alter Inhaber eines kleinen Computergeschäfts.
Irans Internet wird auch in Friedenszeiten stark zensiert. Viele Webseiten und auch Apps sind gesperrt.
Um soziale Medien und Netzwerke wie etwa Instagram, TikTok und YouTube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen Grossteil der Nutzer zum Alltag. Auch deren Verkauf sei durch die Internetsperre faktisch unmöglich, sagt der Händler Mortesa.
Rafah-Übergang von Gaza nach Ägypten wieder geöffnet
10.27: Der seit Beginn des Iran-Krieges geschlossene Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten ist israelischen Angaben zufolge wieder für begrenzten Personenverkehr offen.
Die zuständige israelische Cogat-Behörde bestätigte die Öffnung in beide Richtungen auf Anfrage. Sie hatte die Wiedereröffnung des Übergangs zuvor für Mitte der Woche angekündigt.

Auch der staatsnahe ägyptische Fernsehsender Al-Kahira News meldete die begrenzte Wiedereröffnung am Morgen. Wie viele Menschen im Laufe des Tages ein- und ausreisen werden, war zunächst unklar.
Israel hatte mit dem Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar zunächst alle Übergänge in den Küstenstreifen geschlossen – und dies als «notwendige Sicherheitsmassnahme» bezeichnet.
Gaspreise steigen nach Iran-Eskalation um bis zu 35 Prozent
09.02: Der Preis für europäisches Gas ist am Donnerstag um 35 Prozent gestiegen, nachdem Angriffe auf Energieinfrastrukturen im Nahen Osten erfolgt sind, insbesondere ein Angriff des Iran auf die weltweit grösste Produktionsanlage für Flüssigerdgas (LNG) in Katar.
Kurz nach Beginn des Handels um 8:00 Uhr sprang der niederländische TTF-Terminkontrakt, der als europäische Referenz gilt, um 28,06 Prozent auf 70 Euro pro Megawattstunde, nachdem er zuvor um bis zu 35 Prozent gestiegen war.
Der TTF-Preis hatte vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran bei lediglich bei 31 Euro gelegen. Er hat sich also seitdem mehr als verdoppelt.
Neue Angriffe auf Schiffe im Nahen Osten
07.34: Vor der Küste von Katar und im Golf von Oman ist jeweils ein Schiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden.
Nach dem Angriff im Persischen Golf rund acht Kilometer vor dem wichtigen katarischen Gashafen Ras Laffan seien alle Besatzungsmitglieder wohlauf und in Sicherheit, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit.
Bei dem Vorfall südlich des Eingangs zur Strasse von Hormus im Golf von Oman brach infolge des Beschusses an Bord ein Feuer aus, wie UKMTO mitteilte.
Der Ölpreis steigt dadurch weiter, was die Aktienmärkte weiter absacken lässt. Dass sich die Lage aktuell eher Richtung weiterer Eskalation statt Entspannung entwickelt, erhöht die Sorgen wegen der konjunkturellen Folgen des Kriegs.
Trump droht Iran mit massivem Angriff auf Gasfeld an
07.00: US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit einer massiven Bombardierung eines wichtigen Gasfelds – und scheint nach Israels Angriff darauf gleichzeitig um Schadensbegrenzung bemüht.
Es werde eine Attacke des US-Militärs geben, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff «mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat».

Nach Israels Angriff auf das iranische «South Pars»-Gasfeld am Mittwoch drohte der Iran, seinerseits Gasfelder und Raffinerien anzugreifen. Trump schrieb, er habe von Israels Angriff nichts gewusst.
Am frühen Morgen attackierte der Iran in Katar nach amtlichen Angaben mehrere Flüssiggasanlagen im Industriegebiet Ras Laffan. Das Industriegebiet war nach Angaben aus Doha bereits am Mittwochabend vom Iran mit Raketen angegriffen worden.
Katar gehört zu den grössten Gasproduzenten der Welt und spielt eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas, das vor allem in Ras Laffan verschifft wird.
Die für den Weltmarkt bedeutenden Anlagen seien schwer beschädigt worden, wie der Betreiber Qatar Energy auf der Plattform X mitteilte. Das Innenministerium erklärte später, die Brände seien unter Kontrolle gebracht worden. Es gebe keine Verletzten.
Slowakei schränkt Verkauf von Treibstoff ein
03.10: Die Slowakei reagiert auf die Unsicherheit bezüglich Öl und schränkt den Verkauf von Treibstoff ein, wie Ministerpräsident Robert Fico erklärt. Ab sofort darf pro Auto nur noch Benzin oder Diesel im Wert von 400 Euro gekauft werden. Zudem ist die Mitnahme von mehr als 10 Litern in Kanistern verboten.

Damit reagiert das Land auf den Tanktourismus aus den Nachbarländern. Die tiefen Preise haben zuletzt die Autofahrer aus Österreich, Tschechien und Polen an slowakische Tankstellen gezogen. Grund für die tiefen Preise war eine freiwillige Preisbremse, die die Raffinerie Slovnaft mit der Regierung vereinbart hatte.
Doch dem Tanktourismus wurd nun ein Riegel geschoben: Für Lenker von Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen gilt ein höherer Preis. Dieser wird aus den durchschnittlichen Benzinpreisen in Österreich, Tschechien und Polen berechnet.
Saudischer Aussenminister: Irans Angriffe müssen aufhören
02.50: Saudi-Arabien hat den Iran zur Einstellung der Angriffe auf die benachbarten Golfstaaten aufgefordert. Die Angriffe Irans auf seine Nachbarn würden Konsequenzen haben, sagte Saudi-Arabiens Aussenminister Faisal bin Farhan laut dem arabischen Sender Al Jazeera nach Beratungen mit den Aussenministern arabischer und islamischer Staaten in der Hauptstadt Riad.
Mit seinem Verhalten isoliere sich der Iran nur weiter. «Ich hoffe, dass sie die Botschaft des heutigen Treffens verstehen, ihre Strategie rasch überdenken und aufhören, ihre Nachbarn anzugreifen», wurde der saudische Minister zitiert.
Katar: Iranischer Angriff auf wichtiges Gas-Industriegebiet
02.30: Der Iran hat nach katarischen Angaben erneut ein Industriegebiet in dem Golfstaat angegriffen, in dem sich wichtige Anlagen zur Produktion und Verschiffung von Flüssiggas befinden. Der Zivilschutz bekämpfe einen Brand im Industriegebiet Ras Laffan, teilte das Innenministerium auf der Plattform X mit.
Es gebe keine Verletzten. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Damit blieb auch unklar, was genau in dem weitläufigen Industriegebiet brannte.

Das Verteidigungsministerium in Doha erklärte am frühen Morgen, der Iran habe Ras Laffan mit ballistischen Raketen angegriffen. Es gebe Schäden. Die Behörde nannte zunächst keine Einzelheiten zur Zahl der vom Iran eingesetzten Raketen und zu möglicherweise von der Flugabwehr abgefangenen Projektilen.
Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend mit Raketen angegriffen worden. Betreiber Qatar Energy sprach daraufhin auf der Plattform X von Bränden und grossen Schäden.
Neuer Angriff auf Schiff im Golf von Oman
01.50: Südlich der Strasse von Hormus ist ein Schiff im Golf von Oman von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. An Bord brach ein Feuer aus. Das teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit.

Der Vorfall ereignete sich demnach etwa 20 Kilometer vor der Küste der Stadt Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten, nahe dem südlichen Eingang zur Meerenge von Hormus. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall waren zunächst nicht bekannt.
Katar weist Irans Militärattaché aus
01.30: Der Golfstaat Katar hat die Militär- und Sicherheitsattachés der iranischen Botschaft sowie deren Mitarbeiter zu unerwünschten Personen erklärt und des Landes verwiesen. Sie seien aufgefordert, Katar innerhalb von 24 Stunden zu verlassen, teilte das Aussenministerium mit. Es verwies auf wiederholte «Aggressionen» des Irans gegen Katar.
















