Die «Times» berichten, dass die Terrorbedrohung wieder auf dem gleichen Hoch, wie zur Jahrhundertwende ist.
Devid Striesow
Terroranschläge vom 11. September 2001 - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Terrorbedrohung ist in den letzten 20 Jahren nicht gesunken.
  • Durch das Taliban-Regime in Afghanistan könnten sich wieder grosse Terrorzellen bilden.

Zur Bilanz des Krieges gegen den Terrorismus 20 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September meint die Londoner «Times» am Samstag: «Am deutlichsten zeigt sich die Niederlage Amerikas im Debakel des Rückzugs aus Afghanistan. Das Land wurde den Taliban überlassen und wird möglicherweise erneut zu einem Rückzugsgebiet für Terroristen wird.

Aber das Ausmass der Niederlage geht viel tiefer. Der Krieg gegen den Terrorismus hat zweifellos die Aufmerksamkeit der Amerikaner von der wachsenden Bedrohung durch China und Russland abgelenkt. Beides sind Länder, die die westlichen Werte gefährden.

Derweil ist die Bedrohung durch den radikalen Islam wieder so stark wie vor 20 Jahren. Um ihr zu begegnen, bedarf es ständiger Wachsamkeit, des umsichtigen Einsatzes sowohl harter als auch weicher Macht. Zudem bedarf es einer Rückkehr zum Realismus in den Beziehungen des Westens mit dem Rest der Welt.

Mehr zum Thema:

Taliban Krieg Islam Terrorismus