Richter lehnt neues Verfahren im Weinstein-Prozess ab
Ein Richter in New York hat den Antrag des früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein auf ein neues Verfahren abgelehnt. Der Prozess werde nicht zum dritten Mal komplett neu aufgerollt, entschied Richter Curtis Farber an einem Gericht in New York. Die Vorwürfe, das zwei Juroren gezwungen worden seien, Weinstein für schuldig zu befinden, wies Farber zurück.

Ein Anklagepunkt aber, bei dem sich die Jury im vergangenen Verfahren nicht hatte einig werden können, müsse nach wie vor neu verhandelt werden. Dafür legte Richter Farber den Auftakt auf den 3. März.
«Ich weiss, dass ich untreu war, ich weiss, dass ich mich falsch verhalten habe, aber ich habe niemanden angegriffen», beteuerte der gesundheitlich schwer angeschlagene und seit Jahren in Haft sitzende Weinstein bei der Anhörung erneut. Sein Anwaltsteam kündigte danach allerdings an, in Verhandlungen über eine Verständigung eintreten zu wollen. Damit könnte das Verfahren über den bisher ungeklärten Anklagepunkt entfallen.
Weinstein war 2020 wegen Vergewaltigung und krimineller sexueller Handlungen zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Der Schuldspruch war 2024 allerdings überraschend wieder kassiert worden – wegen erheblicher Verfahrensfehler.
Der neu aufgerollte Prozess endete dann im vergangenen Sommer mit einem gespaltenen Urteil und einer zerstrittenen Jury: Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass der heute 73-Jährige einst schwere Sexualverbrechen an einer Frau begangen habe. In einem weiteren Anklagepunkt der schweren Sexualverbrechen gegen eine zweite Frau befand ihn die Jury für nicht schuldig. In einem dritten Anklagepunkt in Zusammenhang mit Vergewaltigung konnte sich die Jury nicht einigen.
2023 war er in Kalifornien in einem separaten Strafverfahren zu 16 weiteren Jahren Haft verurteilt worden. Die Anklage warf ihm auch dort sexuelle Übergriffe vor. Seine Verteidigung hat auch gegen dieses Urteil Berufung eingelegt.










