Die USA hatten am Sonntag ein Auto mit IS-Selbstmordattentätern per Drohne ausgeschaltet. Das Pentagon untersucht Berichte über zivile Opfer.
Taliban
UN-Sicherheitsrat erhöht mit Afghanistan-Resolution den Druck auf die Taliban. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Kabul wurde am Sonntag erneut von Explosionen erschüttert.
  • Nach dem Treffer einer US-Rakete explodierte Sprengstoff von IS-Terroristen.
  • Es gibt Berichte über zivile Opfer, darunter eine neunköpfige Familie.
  • Über die neuesten Entwicklungen in Afghanistan lesen Sie hier im Ticker.

04.05: Ein Video in den sozialen Medien zeigt, wie mehrere Taliban das Flughafen-Gelände betreten.

Nachdem die USA alle ihre Soldaten abgezogen haben, scheinen die radikal-islamistischen Kämpfer den Flughafen unter Kontrolle zu haben. Vro wenige Stunden sagte US-Aussenminister Antony Blinken, dass man versuchen werde, den Flughafen schnellstmöglich wieder zu öffnen. Ziel sei es, wenige Charter-Flüge pro Tag starten zu lassen, damit Leute das Land verlassen können.

03.05: Generalmajor Chris Donahue ist der letzte US-Soldat, der Afghanistan verliess.

Das US-Zentralkommando twitterte in der Nacht zu Dienstag ein Bild, das durch ein Nachtsichtgerät aufgenommen worden war. Auf ihm ist zu sehen, wie der Kommandeur der 82. Luftlandedivision der US-Armee auf dem Internationalen Flughafen in Kabul am späten Montagabend ein Transportflugzeug besteigt. «Der letzte amerikanische Soldat verlässt Afghanistan», twitterte das US-Zentralkommando.

02.25: Nach dem Truppenabzug aus Afghanistan haben die USA ihre diplomatische Präsenz am Hindukusch bis auf Weiteres ausgesetzt und die Botschaft von Kabul nach Doha verlegt.

02.10: Eine Regierung unter Führung der Taliban in Afghanistan muss sich nach den Worten von US-Aussenminister Antony Blinken internationale Legitimität und Unterstützung verdienen.

«Die Taliban können das tun», sagte Blinken am Montagabend in Washington. Sie müssten dafür ihre Zusagen zur Reisefreiheit einhalten, Grundrechte respektieren und eine inklusive Regierung bilden. Sie dürften ausserdem Terroristen keine Zuflucht gewähren und keine Racheaktionen gegen ihre Kontrahenten ausüben.

01.35: Gemäss US-Aussenminister Antony Blinken befindet sich noch eine kleine Anzahl Amerikaner in Afghanistan. Die Zahl jener, die noch fliehen wollen, sei «unter 200, wahrscheinlich näher bei 100», so Blinken an einer Pressekonferenz.

Die USA haben zudem ihre diplomatischen Aktivitäten in Afghanistan beendet. «Angesichts der unsicheren Sicherheitslage und der politischen Situation war dies ein umsichtiger Schritt.» Von Doha aus wolle man konsularische Angelegenheiten regeln, aber auch humanitäre Hilfe verwalten.

00.50: US-Präsident Joe Biden hat nach dem Abschluss des Truppenabzugs aus Afghanistan seinen Militärkommandeuren und den beteiligten Soldaten gedankt. Sie hätten den «gefährlichen» Abzug «ohne weiteren Verlust amerikanischer Leben» zu Ende gebracht, erklärte Biden am Montag.

Der Präsident würdigte auch die grossangelegte Evakuierungsmission der vergangenen zweieinhalb Wochen mit mehr als 120'000 ausgeflogenen Menschen. Die Soldaten hätten bei der «grössten Luftbrücke der US-Geschichte» mit «Mut, Professionalität und Entschlossenheit» gehandelt, die «unübertroffen» seien.

23.15: Die Taliban feiern den Abschluss des Abzugs der US-Truppen.

Ein hochrangiges Mitglied schreibt auf Twitter: «Wir schreiben wieder Geschichte. Die 20-jährige Besetzung Afghanistans durch die USA und die NATO endete heute Abend. Gott ist gross.» Es sei ein historischer Moment. In Kabul sind zudem Freudenschüsse zu hören.

22.40: Die USA haben sich endgültig aus Afghanistan zurückgezogen. Wie das Pentagon am Montagabend mitteilte, seien die letzten drei Flugzeuge gestartet.

Damit ist auch die Evakuierungsmission beendet, bevor alle ausgeflogen werden konnten. Gemäss dem Pentagon hätten es einige US-Amerikaner nicht rechtzeitig an den Flughafen geschafft.

Die USA haben zwar immer gesagt, dass sie auch nach dem Abzug Flüchtenden helfen wollen, doch dies dürfte nun schwierig werden. Denn die Taliban erlangen mit dem US-Abzug auch die Kontrolle über den Flughafen von Kabul. Die diplomatische Mission, um weiteren Amerikanern und berechtigten Afghanen die Ausreise zu ermöglichen, gehe aber weiter, so das Pentagon.

Der Abzug markiere das Ende einer fast 20-jährigen Mission, sagte der Sprecher des Pentagons. Über 2460 US-Soldaten und Zivilisten seien dabei getötet worden, über 20'000 verletzt. Die USA hätten in den letzten Tagen über 80'000 Zivilisten, darunter 6000 Amerikaner evakuiert.

21.40: Der UN-Sicherheitsrat erhöht den Druck auf die militant-islamistischen Taliban, Afghanen ungehindert aus ihrem Heimatland ausreisen zu lassen. Eine entsprechende Resolution wurde am Montag vom mächtigsten UN-Gremium mit 13 Ja-Stimmen angenommen, Russland und China enthielten sich.

In der Resolution verweist der Sicherheitsrat auf die Zusagen der Taliban vom Freitag, dass Afghanen das Land jederzeit und auf allen möglichen Wegen ungehindert verlassen dürften. Der Sicherheitsrat «erwartet, dass die Taliban diese und alle anderen Verpflichtungen einhalten», heisst es darin.

Die Resolution, die von Grossbritannien und Frankreich zusammen mit den USA und Irland vorgelegt wurde, fordert zugleich, dass Afghanistan nicht zu einem Hafen für Terroristen und ihre Anschlagspläne werden dürfe. Ebenfalls hervorgehoben wird die Notwendigkeit für ungehinderten humanitären Zugang sowie die Wahrung der Menschenrechte, insbesondere «der Rechte von Frauen, Kindern und Minderheiten».

Nach Angaben westlicher Diplomaten hatten sich die Vetomächte Russland und China bei Verhandlungen am Wochenende offen für eine Einigung gezeigt. Sie haben damit letztlich für einen der seltenen Durchbrüche im Sicherheitsrat gesorgt.

20.10: Letzten Donnerstag wurden beim Anschlag auf den Hamid Karzai Flughafen in Kabul 169 Afghanen und 13 US-Soldaten getötet. Die Überreste der gefallenen Soldaten wurden am Sonntag in die USA nach Delaware überliefert. Auch Präsident Joe Biden (78) war bei der Übergabe anwesend.

Bei der sogenannten «würdevollen Übergabe» hat Präsident Biden offenbar auf seine Uhr geschaut, um die Zeit zu kontrollieren. Nun wird er deswegen von Veteranen und Konservativen scharf kritisiert.

«Sieht so aus, als wäre er gestört, weil er diesen amerikanischen Helden Respekt zollen musste.» So der Veteran Samuel Williams auf Twitter. Ein weiterer Veteran schreibt verärgert: «Nachdem ein gefallener Soldat vorbeigegangen ist, zeigt Biden seine wahre, unglaublich respektlose Seele, er schaut auf seine Uhr, als ob er etwas Wichtigeres zu tun hätte. Ich bin so wütend, das ist ein persönlicher Schlag gegen alle Veteranen und aktiven Soldaten.»

16.30: «Unter Donald Trump wäre das nicht passiert», findet eine Mutter eines in Kabul gefallenen US-Marines (†20). In einem Interview mit einem christlich-konservativen Radio hat Kathy McCollum Präsident Joe Biden scharf kritisiert. Ihr Sohn, Rylee McCollum, kam beim Selbstmordanschlag ums Leben – als einer von 13 US-Soldaten. Biden selbst reiste gestern im Rahmen der Rückkehr der gefallenen Soldaten zur Dover Air Force Base.

Kathy McCollum erzählte zuvor zum Drama ihres Sohnes: «Er war bereit, nach Hause zu kommen, zu seiner Frau, die einen Sohn erwartet.» Nun sei in Kabul am aber ein «chaotisches Debakel» entstanden, wird sie von der «Kronen Zeitung» zitiert: «Sie hatten Monate, um alle nach Hause zu holen von dort. Und jetzt schicken sie 6000 Mann runter, um den Abzug zu sichern?»

Afghanistan
Der 20-jährige US-Marine Rylee J. McCollum wurde beim Selbstmordanschlag am Flughafen von Kabul getötet. Seine Mutter kritisierte nun in einer christlich-konservativen Radiosendung US-Präsident Joe Biden. - Keystone

Der Abzug aus Afghanistan wurde bereits vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump eingeleitet. Im Februar 2020 schloss er mit den Taliban ein Abkommen, das die Machtübernahme im Land regeln sollte. Experten warnten aber schon zu dieser Zeit, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wiedererstarkt. Schliesslich war es vergangene Woche ein IS-Ableger, der sich zum Anschlag mit 170 Toten, darunter 13 US-Soldaten, bekannte.

15.05: Der in Afghanistan aktive Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Raketenangriff am Flughafen von Kabul für sich reklamiert.

«Soldaten des Kalifats» hätten den Flughafen mit sechs Raketen des Typs Katjuscha angegriffen, teilte IS-Khorasan, wie der IS sich in Afghanistan und Pakistan nennt, am Montag auf der Plattform Naschir News mit.

12.55: Bei dem Anschlag auf die Evakuierungsmission am Kabuler Flughafen kamen am Donnerstag 169 Afghanen und 13 US-Soldaten ums Leben. Nach der Attacke schwor US-Präsident Joe Biden (78) mit Vergeltung der Gefallenen: «Wir werden nicht vergeben. Wir werden nicht vergessen. Wir werden euch jagen und euch bezahlen lassen.»

Biden hielt sein Wort und veranlasste die Tötung eines Terrorists des Anschlags am Flughafen. Der IS-Terrorist wurde am Samstag zusammen mit anderen Angehörigen des ISIS-Ableger IS-K bei einem Raketenangriff der USA getötet.

Nun wurden Bilder der Rakete, die die USA benutzte, um die Terroristen büssen zu lassen, veröffentlicht. Die 13 Namen der gefallenen US-Soldaten sowie der Spruch «Wir werden nicht vergessen» wurden auf die Waffe geschrieben.

10.05: Eine afghanische Mutter hat in einem US-Amerikanischen Flugzeug ihre Tochter zur Welt gebracht. Das berichtet das US-Luftmobilitätskommando auf Twitter.

Als die Frau während den Wehen Komplikationen erlitt, musste der Pilot des Flugzeugs die Maschine demnach senken. Denn so erhöhte sich der Luftdruck. Der Frau ging es dadurch besser. Nach der Landung konnte sie, unterstützt von Soldaten, ihre Tochter zur Welt bringen.

Taliban Reach
Nach der Flucht vor den Taliban: Die Mutter von «Reach» wird nach der Geburt aus dem Flugzeug ausgeladen. - Keystone

Aus Dank an die Besatzung haben die Eltern ihre Tochter nach dem Flugzeug benannt. Das Rufzeichen der Boeing C-17 ist «Reach». So heisst nun auch das neugeborene Mädchen.

Das Flugzeug war unterwegs von Katar nach Deutschland zum Luftwaffenstützpunkt in Ramstein. Ramstein ist für viele Afghanen eine Zwischenstation, die meisten werden nach Dulles, Virginia gebracht.

06.05: Laut «CNN» gab am frühen Morgen über Kabul mehrere Explosionen. Offenbar wurden Raketen auf den Flughafen abgefeuert. Ein Verteidigungssystem des US-Militärs, welches die Bodentruppen vor Luftangriffen schützt, hatte die Raketen abgewehrt.

Über mögliche Opfer oder Schäden gab es zunächst keine Informationen. Der Flughafen verfügt über ein Raketenabwehrsystem. Dieses wurde erst vor wenigen Wochen getestet. In sozialen Medien wurden Videos geteilt, die ein brennendes Auto zeigen sollen, aus dem die Raketen abgefeuert worden sein sollen.

05.00: Mehrere Medien berichten, dass beim US-Angriff vom Sonntag mit einer Drohne auf ein Auto des örtlichen IS-Ablegers in Kabul eine Familie ums Leben kam. «CNN» sprach nach Angaben eines Angehörigen von neun toten Mitgliedern einer Familie – darunter sechs Kinder. In Afghanistan hatte unter anderem der Fernsehsender ArianaNews unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, dass sechs Menschen, darunter vier Kinder, beim Einschlag einer Mörsergranate in einem Kabuler Privathaus getötet worden seien. Dabei seien zwei Fahrzeuge und Teile des Hauses zerstört worden.

Kabul
In dem zerstörten Fahrzeug...
Kabul
...sollen IS-Attentäter gesessen haben.

Laut «CNN» kamen in dem Privathaus Zamaray (40), Naseer (30), Zameer (20), Faisal (10), Farzad (9), Armin (4), Benyamin (3), Ayat (2) und Sumaya (2) ums Leben. Zamarays Bruder weinte, als er einem Journalisten vor Ort erzählte, dass es sich bei seinen Angehörigen um eine «ganz normale Familie» gehandelt habe. «Wir sind nicht Mitglieder des IS. Dies war ein Familienhaus, in dem mein Bruder mit seiner Familie lebte.»

Auch Nachbarn sprachen gegenüber «CNN» von mehreren zivilen Opfern, darunter auch Kinder. «Alle Nachbarn versuchten zu helfen und das Feuer zu löschen und ich sah fünf bis sechs Tote», sagte ein Mann. «Der Vater der Familie und ein Junge und da waren auch zwei Kinder. Sie waren tot. Sie waren in Stücke zerfetzt. Es gab auch zwei Verletzte.»

Das US-Militär teilte später mit, man untersuche die Berichte über mögliche zivile Opfer. Der Einsatz habe erfolgreich eine «unmittelbare Bedrohung» für den Flughafen Kabul durch die Terroristen abgewendet, darüber hinaus würden die Ergebnisse des Luftschlags noch geprüft, hiess es am Sonntagabend (Ortszeit).

In dem zerstörten Fahrzeug habe sich «eine grosse Menge Sprengstoff» befunden, «die womöglich zu weiteren Opfern führte», hiess es. «Es ist nicht klar, was passiert sein könnte und wir untersuchen das weiterhin. Wir wären sehr traurig über den möglichen Tod Unschuldiger», hiess es in der Stellungnahme des Militärs weiter.

04.00: Heute Montag wollen UN-Generalsekretär António Guterres und die Vertreter der ständigen Sicherheitsrats-Mitglieder über eine mögliche UN-Sicherheitszone in Kabul sprechen. Frankreich und Grossbritannien wollen das im UN-Sicherheitsrat durchsetzen. «Unser Resolutionsentwurf zielt darauf ab, eine Sicherheitszone in Kabul zu definieren, die eine Fortsetzung der humanitären Operationen ermöglicht», sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der Zeitung «Le Journal du Dimanche».

02.52: China hat die USA für die «chaotische» Situation in Afghanistan mitverantwortlich gemacht. Der Krieg in Afghanistan habe sein Ziel, terroristische Kräfte zu beseitigen, nicht erreicht, sagte Chinas Aussenminister Wang Yi laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag in einem Telefonat mit seinem US-Amtskollegen Antony Blinken. Der übereilte Abzug der US- und Nato-Truppen würde nun wahrscheinlich dazu führen, dass Terrororganisationen zurückkehren würden.

Multilateralismus
Chinas Aussenminister Wang Yi macht die USA für das Chaos in Afghanistan verantwortlich. - keystone

23.14: In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung von mehr als 20 Ländern - darunter die USA und Deutschland - hiess es, man habe von den Taliban Zusicherungen erhalten, dass «alle ausländischen Staatsangehörigen und alle afghanischen Staatsbürger mit einer Reisegenehmigung aus unseren Ländern sicher und geordnet zu Abflugorten sowie aus dem Land reisen dürfen». Laut den USA sind seit Mitte August gut 114'000 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen worden.

22.05 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat den bei dem Anschlag am Flughafen von Kabul getöteten US-Soldaten die letzte Ehre erwiesen. Biden stand heute Sonntag auf dem Flugfeld des Militärstützpunkts Dover im US-Bundesstaat Delaware, als die in die Heimat übergeführten Särge der 13 Soldatinnen und Soldaten feierlich aus einer Militärmaschine getragen wurden. Abgeschirmt von Journalisten nahmen die Familien der Getöteten an der Zeremonie teil.

Joe Biden
US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden bei der Zeremonie. - Keystone

Einer nach dem anderen wurden die in die US-Flagge gehüllten Särge von Soldaten aus der Maschine getragen, vorbei an Biden und seiner Frau Jill sowie Verteidigungsminister Lloyd Austin, Aussenminister Antony Blinken und Generalstabschef Mark Milley sowie weiteren ranghohen Militärs.

USA Soldiers
Nicole Gee (†23) hält Tage vor ihrem Tod ein afghanisches Baby am Flughafen von Kabul auf den Armen. - Instagram

Unter den 13 bei dem Anschlag getöteten Armeeangehörigen waren drei Soldaten, die 20 Jahre alt waren – genauso alt, wie der US-Einsatz in Afghanistan dauerte. Besondere Emotionen löste in den USA der Tod einer 23-jährigen Soldatin der Marineinfanterie aus, die nur wenige Tage vor dem Anschlag mit dem Baby einer afghanischen Familie auf dem Arm am Flughafen von Kabul fotografiert worden war.

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