Sieben Tote bei Anschlag auf Restaurant in Kabul
Bei einem Anschlag auf ein chinesisches Restaurant in Kabul sind mindestens sieben Tote zu beklagen. Der IS bekannte sich zu der Tat.

Eine Explosion hat am Montag ein chinesisches Restaurant in Kabul erschüttert und es wurden mindestens sieben Tote gezählt. Unter den Opfern befinden sich ein chinesischer Staatsbürger und sechs afghanische Staatsangehörige, wie «AP News» berichtet.
Die Detonation ereignete sich gegen 15.30 Uhr Ortszeit im Stadtteil Schahr-e-Naw, einem eigentlich stark gesicherten Geschäftsviertel der afghanischen Hauptstadt. Nach Angaben des Kabuler Polizeisprechers Khalid Zadran explodierte der Sprengsatz in der Nähe der Restaurantküche, berichtet «Al Jazeera».
Das Lokal ist auf asiatische Nudeln spezialisiert und wird hauptsächlich von chinesischen Muslimen besucht. Es befindet sich in einem Viertel mit Bürogebäuden, Einkaufszentren und Botschaften.
IS bekennt sich zu Terroranschlag
Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamierte die Tat für sich und bezeichnete sie als Selbstmordanschlag auf chinesische Staatsbürger. In einer Erklärung verknüpfte der IS den Angriff mit angeblichen Verbrechen Chinas gegen uigurische Muslime, wie «al-monitor.com» meldet.
Nach Angaben der Organisation gab es 25 Tote oder Verletzte, darunter waren auch Taliban-Sicherheitskräfte. Diese Angaben liessen sich jedoch nicht unabhängig überprüfen, schreibt der «Business Standard».
Die italienische Hilfsorganisation Emergency nahm nach eigenen Angaben 20 Verletzte in ihrem nahe gelegenen Spital auf. Darunter befinden sich vier Frauen und ein Kind, wie der «AP News» berichtet.
Sieben Tote bei Anschlag in Kabul – China fordert Untersuchung
Sieben Personen waren bereits bei der Ankunft tot. Das chinesische Staatsfernsehen CCTV meldete laut dem «Business Standard» zudem zwei schwer verletzte chinesische Staatsbürger sowie einen getöteten Sicherheitsmann.
Die chinesische Botschaft in Kabul forderte die afghanischen Behörden zu einer umgehenden Untersuchung des Anschlags auf. Peking unterhält enge Beziehungen zur Taliban-Regierung, die vom IS als Rivale betrachtet wird, berichtet der «Deutschlandfunk».

Seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021 reisen verstärkt chinesische Geschäftsleute nach Afghanistan. China teilt eine 76 Kilometer lange Grenze mit dem Land.
















