Krieg

VAE übernehmen Hotelkosten für gestrandete Touris

Nach iranischen Vergeltungsangriffen wurden in Dubai der Flughafen und das Hotel Burj Al Arab beschädigt. Passagiere und eine Swiss-Crew sind gestrandet.

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Der Flughafen in Dubai wurde am Wochenende angegriffen. - X /@GlobeEyeNews

Das Wichtigste in Kürze

  • Iranische Vergeltungsangriffe beschädigen den Dubai-Flughafen und das Burj Al Arab.
  • Vier Mitarbeiter am Flughafen wurden verletzt, der Betrieb wurde vorübergehend ausgesetzt.
  • Auch eine Swiss-Crew ist in Dubai gestrandet.
  • Die Swiss verlängert die Aussetzung der Flüge nach Dubai bis einschliesslich Mittwoch.
  • Die Vereinigten Arabischen Emirate übernehmen die Kosten für gestrandete Touristen.

Die arabische Tourismusmetropole Dubai ist von den iranischen Vergeltungsangriffen in der Golfregion mitbetroffen.

Auf Videos sind Explosionen und dichte Rauchwolken nach Einschlägen von Trümmerteilen von Raketen und Drohnen zu sehen.

Bei iranischen Vergeltungsangriffen wurden in Dubai der internationale Flughafen und das Luxushotel Burj Al Arab beschädigt.

Trümmerteiler fielen auch in die Höfe von zwei Wohnhäusern. Laut dem Medienbüro von Dubai sind bei der Abwehr von Drohnenangriffen mindestens zwei Menschen verletzt worden.

Flughafen Dubai getroffen

Nach Angaben des Dubai Media Office wurden am Flughafen Dubai International vier Mitarbeiter verletzt.

Eine Wartehalle wurde leicht beschädigt, der Flugbetrieb vorübergehend ausgesetzt und der Luftraum teilweise geschlossen.

Swiss
Eine Crew der Swiss ist in Dubai gestrandet. (Symbolbild) - keystone

Der Flugraum wurde gesperrt.

Am Sonntagnachmittag teilt die Fluggesellschaft mit: «Aufgrund der weiterhin angespannten Lage im Nahen Osten verlängert Swiss die Aussetzung ihrer Flüge nach und von Dubai bis einschliesslich 4. März. Die Flüge nach und von Tel Aviv bleiben bis einschliesslich 8. März ausgesetzt.»

Heisst also: Vor Donnerstag wird sicherlich kein Swiss-Flieger in Dubai landen.

Swiss-Crew in Dubai gestrandet

Auf Anfrage bestätigte die Swiss am Sonntagvormittag, dass derzeit eine Besatzung in Dubai gestrandet ist. «Wir sind dankbar, dass alle Crew-Mitglieder wohlauf sind», sagte Sprecherin Meike Fuhlrott zu Nau.ch.

«Noch immer sind Lufträume gesperrt und die Situation am Boden ist teilweise unübersichtlich», sagte sie. «Unsere Krisenorganisation arbeitet jedoch mit Hochdruck daran, Lösungen zu finden, um sie alle sicher und schnell in die Schweiz zurückzubringen.»

Wie viele Schweizer Passagiere an den Flughäfen in Nahost gestrandet sind, konnte die Swiss nicht sagen. Bei der Buchung würden nämlich nicht sämtliche Staatsbürgerschaften und Reisegründe erfasst. Es sei zudem nicht vorgesehen, dass Passagiere der Swiss ihren jeweiligen Aufenthaltsort mitteilten.

Brand an der Aussenfassade von Hotel Burj Al Arab

Fuhlrott sagte: «Uns ist leider bewusst, dass diese Flugstreichungen für die betroffenen Passagiere Aufwand und Belastung bedeuten, dies bedauern wir sehr. Wir setzen alles daran, dass wir auch in solchen Situationen für unsere Passagiere da sind und mit ihnen alternative Lösungen finden.»

Kennst du jemand, der wegen des Krieges feststeckt?

Die Swiss versuche, die Passagiere auf die «bestmöglichen alternativen Verbindungen» umzubuchen. Dies werde wegen der Sperrung des Luftraumes allerdings erschwert.

«Alternativ bieten wir betroffenen Passagieren entweder eine kostenlose Umbuchung auf einen späteren Reisetermin oder die Erstattung des Ticketpreises an», sagte sie.

«Bei der Kostenübernahme von Betreuungsleistungen wie Hotelübernachtungen und Mahlzeiten richten wir uns nach der entsprechenden EU-Verordnung.»

Am bekannten Hotel Burj Al Arab verursachten Trümmer einer abgefangenen Drohne einen kleinen Brand an der Aussenfassade.

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Das bekannte Hotel Burj Al Arab wurde von einer Drohne getroffen. - X /@rawsalert

Der Brand wurde nach Behördenangaben rasch gelöscht, Verletzte gab es dort keine.

Iran attackiert Verbündete der USA

Die iranischen Angriffe stehen im Zusammenhang mit massiven US-israelischen Luftschlägen gegen Ziele im Iran.

Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Stützpunkte und Einrichtungen in den Golfstaaten.

Die Vereinigten Arabischen Emirate gelten als Verbündete der USA.

Auch Katar und Bahrain melden Angriffe. Der Luftraum im Nahen Osten ist weitgehend gesperrt.

Hochgerechnet fast 1500 Schweizer Reisende weltweit sitzen am Samstag. Das schätzt der TCS. Dem EDA sind bislang keine Berichte über verletzte Schweizerinnen und Schweizer bekannt.

Abu Dhabi kommt für Kosten der gestrandeten Touris auf

Die Vereinigten Arabischen Emirate übernehmen nach Behördenangaben angesichts der Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran die Kosten für Unterkünfte von gestrandeten Passagieren im Land. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur WAM teilte die Generalbehörde für Zivilluftfahrt mit, dass dies «alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete Passagiere» betreffe.

Das Schreiben des Ministeriums für Kultur und Tourismus Abu Dhabi wurde in den sozialen Medien von zahlreichen Usern gepostet.

abu dhabi
Das Schreiben des Ministeriums für Kultur und Tourismus Abu Dhabi (DCT Abu Dhabi). - Screenshot: X @Iamsamirarora

Flughäfen und nationale Fluggesellschaften haben den Angaben nach bereits rund 20'200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben werden mussten. Es wurden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen bereitgestellt, zudem die Umbuchung der Flüge nach den genehmigten Betriebsplänen erleichtert. Zu den Massnahmen gehöre auch die Umleitung einiger Flüge zwischen den Flughäfen des Landes.

In Saudi-Arabien teilte das Aussenministerium mit, dass König Salman auf Vorschlag von Kronprinz Mohammed bin Salman die Unterbringung aller im Land gestrandeten Golfstaaten-Bürger an Flughäfen genehmigt habe, bis deren sichere Rückkehr in ihre Heimat möglich sei.

Kommentare

User #3071 (nicht angemeldet)

Wenn ich so die Kommentare hier lese, ist die Auswanderung die beste Entscheidung gewesen! Dieser Egoismus, Neid und Missgunst in der CH ist schlichtweg beschämend und unerträglich!

User #1255 (nicht angemeldet)

Betrifft mich nicht und lässt mich gleichgültig.

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