Drohnenangriff auf Atomkraftwerk in den Emiraten
Bei einem mutmasslich iranischen Drohnenangriff auf das Atomkraftwerk Baraka in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist ein Stromgenerator in Brand geraten.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Drohnenangriff auf ein Atomkraftwerk in den Emiraten löste ein Feuer aus.
- Baraka ist die wichtigste Stromquelle der Emirate mit vier Reaktoren.
Bei einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist an einem Atomkraftwerk ein Feuer ausgebrochen. Ein Stromgenerator der Anlage in der Wüstenregion westlich von Abu Dhabi sei in Brand geraten, teilte das Medienbüro der Hauptstadt mit.
Der Brand habe die Sicherheit der Anlage aber nicht gefährdet und der Betrieb laufe normal, hiess es. Auch Verletzte habe es nicht gegeben.
Verdachtet richtet sich gegen Iran
Der Verdacht richtete sich schnell gegen den Iran, der die Emirate seit Kriegsbeginn im Nahen und Mittleren Osten besonders stark angegriffen hat. Das Land meldete seit Ende Februar nahezu 3000 iranische Angriffe mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern.
Das Atomkraftwerk Baraka ist die wichtigste Stromquelle der Emirate und soll mit seinen vier Reaktoren etwa ein Viertel des landesweiten Strombedarfs decken.
Den Betreibern zufolge ist es das erste Atomkraftwerk in der arabischen Welt. Unter anderem treiben aber Saudi-Arabien und Ägypten eigene Pläne zur Entwicklung und Nutzung von Atomkraft voran.
Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, zeigte sich schwer besorgt über den Vorfall. «Militärische Handlungen, die die Atomsicherheit gefährden, sind nicht hinnehmbar», teilte er mit. Die Emirate hätten die IAEA aber informiert, dass die Strahlenwerte normal seien.










