Der Ministerpräsident des Sudans, Abdullah Hamduk, wurde am Montag entmachtet. Nun wird er schwer bewacht zuhause festgehalten.
Abdullah Hamduk (im Bild) stand vor seiner gewaltsamen Entmachtung gemeinsam mit dem ranghöchsten Militär im Sudan, General Abdel Fattah al-Burhan, an der Spitze des Staates. Foto: Uncredited/AP/dpa
Abdullah Hamduk (im Bild) stand vor seiner gewaltsamen Entmachtung gemeinsam mit dem ranghöchsten Militär im Sudan, General Abdel Fattah al-Burhan, an der Spitze des Staates. Foto: Uncredited/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Montag übernahm das Militär im Sudan die Macht.
  • Der entmachtete Ministerpräsident Abdullah Hamduk wird nun zuhause festgehalten.
  • Deutschland, die USA und die UN forderten Hamduks Freilassung.

Im Sudan ist der beim Militärputsch entmachtete Ministerpräsident Abdullah Hamduk wieder zuhause und wird dort schwer bewacht. Hamduk und seine Frau seien am Abend in ihr Haus zurückgebracht worden, gab das Büro Hamduks in einer Mitteilung auf der Facebook-Seite des Informationsministeriums in der Nacht zum Mittwoch bekannt. Zuvor berichtete der Sender Al-Hadath darüber.

Am Dienstag hatte der höchste Militär, General Abdel Fattah al-Burhan, während einer Ansprache erklärt, dass Hamduk «zu seiner eigenen Sicherheit» in der Residenz Al-Burhans festgehalten werde. Das Militär hat am Montag in dem ostafrikanischen Land mit rund 44 Millionen Einwohnern die Macht übernommen. Al-Burhan verkündete die Entmachtung der zivilen Regierungsmitglieder und verhängte einen Ausnahmezustand.

Der Verbleib Hamduks, der seit August 2019 gemeinsam mit Al-Burhan an der Spitze einer Übergangsregierung stand, war nach der Machtergreifung des Militärs am Montagmorgen zunächst unklar gewesen. Daraufhin hatten Deutschland, die USA und die Vereinten Nationen, die sofortige Freilassung Hamduks gefordert.

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