Sudan: Sechs Blauhelmsoldaten bei Angriff auf UN-Stützpunkt getötet

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Im Sudan wurde ein UN-Stützpunkt mit einer Drohne angegriffen. Sechs Blauhelmsoldaten wurden getötet, acht weitere verletzt.

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Im Sudan wurden sechs Blauhelmsoldaten getötet. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Sudan wurden sechs Blauhelmsoldaten auf einem UN-Stützpunkt getötet.
  • Laut UN-Generalsekretär Guterres könnte das ein Kriegsverbrechen darstellen.
  • Die sudanesische Armee beschuldigt die RSF-Rebellen.

Im Sudan sind bei einem Drohnenangriff auf einen Stützpunkt der Vereinten Nationen sechs Blauhelmsoldaten aus Bangladesch ums Leben gekommen. Acht weitere Soldaten wurden bei dem Angriff auf eine Logistikbasis der UN-Mission UNISFA verletzt, wie UN-Generalsekretär António Guterres mitteilte. Er verurteilte die Tat scharf und erklärte, solche Übergriffe auf Friedenstruppen könnten gemäss internationalem Recht Kriegsverbrechen darstellen. Guterres ermahnte die Konfliktparteien, UN-Personal und Zivilisten zu schützen.

Brutaler Bürgerkrieg im Sudan

Der Vorfall ereignete sich in Kadugli im sudanesischen Bundesstaat Südkordofan. Die UN-Mission mit ihren rund 4000 Soldaten und Polizisten ist zuständig für die nahegelegene Region Abyei, die zwischen dem Südsudan und dem Sudan umstritten ist.

Die sudanesische Armee beschuldigte die Miliz Rapid Support Forces (RSF), den Angriff verübt zu haben. Diese äusserte sich zunächst nicht dazu.

Seit April 2023 gibt es im Sudan einen Bürgerkrieg, in dem sich die sudanesische Armee und die RSF gegenüberstehen. Zuletzt hatte es verstärkt Kampfhandlungen in der Region Kordofan gegeben.

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