So wurde der abgestürzte US-Soldat aufgespürt

Elena Hatebur
Elena Hatebur

Iran,

Hinter der Rettung des abgestürzten US-Soldaten im Iran steckt mehr als militärische Präzision. Er wurde mithilfe einer Geheimtechnologie gefunden.

Trümmer
Das von der offiziellen Website der iranischen Revolutionsgarden veröffentlichte Foto soll die Trümmer eines zerstörten US-Flugzeugs zeigen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Karfreitag stürzte ein US-Soldat ab, nachdem sein F-15-Kampfjet abgeschossen wurde.
  • Der Waffensystemoffizier versteckte sich daraufhin zwei Tage lang in einer Bergspalte.
  • Er konnte dank der neuen Geheimtechnologie «Ghost Murmur» gefunden werden.

«We got him!», vermeldete US-Präsident Donald Trump am Sonntag auf Social Media. «Wir haben ihn», also. Die beinahe triumphierende Botschaft bezog sich auf einen US-Soldaten, der nach einem Absturz im Iran als vermisst galt.

Sein Kampfjet, eine F-15E Strike Eagle, war zuvor mutmasslich von einem tragbaren Raketenwerfer getroffen worden.

«Dude 44 Bravo», wie er genannt wird, sass im hinteren Cockpit. Der Waffensystemoffizier war zuständig für die Zielsteuerung der Bomben.

Die Rettung gestaltete sich schwierig. Erst nach intensiver Suche gelang es den USA, den Soldaten zu bergen. «Dude 44 Bravo» wurde schliesslich auf einem improvisierten Landefeld tief im iranischen Gebiet, rund 50 Kilometer von Esfahan entfernt, gefunden.

«Geister»-System spürte Piloten auf

Doch hinter der erfolgreichen Rettungsaktion steckt mehr als nur militärische Präzision. Erstmals kam offenbar die bislang geheim gehaltene Technologie «Ghost Murmur» (Deutsch etwa: «Geister-Raunen») zum Einsatz.

Darüber berichtet die «New York Post» unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen.

Entwickelt wurde das System von Skunk Works. Das ist jene abgeschottete Entwicklungsabteilung des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin, die für einige der fortschrittlichsten Militärtechnologien verantwortlich ist.

«Ghost Murmur» arbeitet mit Quantenmagnetometrie. Das heisst: Die Technologie kann die elektromagnetische Signatur eines menschlichen Herzschlags über grosse Distanzen hinweg erfassen.

Unterstützt wird das System durch Künstliche Intelligenz. Sie analysiert das Signal und filtert es aus dem komplexen Hintergrundrauschen heraus.

Eine Quelle beschreibt die Funktionsweise so: «Es ist, als würde man eine Stimme in einem Stadion hören. Nur dass das Stadion tausend Quadratmeilen Wüste gross ist.»

Unter den richtigen Bedingungen gelte: «Wenn dein Herz schlägt, werden wir dich finden.»

US-Soldat versteckte sich in abgelegener Bergspalte

Dass sich «Dude 44 Bravo» zwei Tage lang in einer Bergspalte versteckt hielt, dürfte die Rettung begünstigt haben. Die Region am Fluss Karun zwischen Isfahan und Ahvaz gilt als abgelegen, karg und schwer zugänglich.

Glaubst du, dass die Waffenruhe im Nahost-Krieg anhalten wird?

Diese Bedingungen dürften der Technologie in die Karten gespielt haben. «Sie funktioniert am besten in abgelegenen Umgebungen mit wenig Störungen und erfordert erhebliche Verarbeitungszeit», erklärt eine der Quellen.

Für die USA blieb wenig Spielraum, es war ein Rennen gegen die Zeit. Auf den vermissten Soldaten war ein Kopfgeld ausgesetzt, iranische Einheiten durchkämmten das Gebiet.

Kommentare

User #3425 (nicht angemeldet)

Ja Geheim, psst

User #5976 (nicht angemeldet)

Und all die Iraner, die ihn suchten? Hatten die keinen Herzschlag?

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