Trump droht Iran: «Dann bricht die Hölle über sie ein»

Der Krieg zwischen dem Iran und den USA, Israel sowie den Golfstaaten dauert an. Wie und wann Donald Trump den Krieg zu beenden gedenkt, ist unklar.

Donald Trump
US-Präsident Donald Trump. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA und Israel greifen weiterhin Ziele im Iran an.
  • Teheran hält derweil die Strasse von Hormus geschlossen, die Ölpreise steigen.
  • Mit Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden.

Auch nach bald fünf Wochen greifen die USA und Israel Ziele im Iran an. Das Land reagiert mit Gegenschlägen, auch auf die Golfstaaten, und der Sperrung der Strasse von Hormus. Das hat zu höheren Ölpreisen und grossen Unsicherheiten geführt.

Verfolgst du den Iran-Krieg?

Am Freitag stürzten zwei US-Kampfflugzeuge ab. Der Jet vom Typ A-10 wurde laut dem Iran in der Nähe der Strasse von Hormus abgeschossen. Wie US-Medien berichten, konnte der Pilot gerettet werden.

Der Iran sagt auch, dass er den Kampfjet des Typs F-15 abgeschossen hat, die USA machen keine Angaben zur Absturzursache. Eines der Crew-Mitglieder konnte gerettet werden, nach dem zweiten wird gesucht. Teheran hat ein Kopfgeld ausgesetzt.

Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine neue Entwicklung im Nahen Osten:

Trump droht dem Iran

16.26: US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit schweren Angriffen, sollte die Führung in Teheran sich nicht seinem Ultimatum zur Öffnung der Strasse von Hormus beugen. «Die Zeit läuft davon – 48 Stunden, dann bricht die Hölle über sie ein», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Bedingungen seien erfüllt, wenn der Iran einem Abkommen zustimme oder die Strasse von Hormus öffne.

Trump
Donald Trump droht dem Iran. - Screenshot / Truth Social

Trump hatte gedroht, falls der Iran die Meerenge nicht vollständig und «ohne Drohungen» für den Schiffsverkehr öffnen sollte, werde er iranische Kraftwerke zerstören lassen. Sein Ultimatum dafür verschob er vergangene Woche noch einmal.

Bis zum 6. April (US-Ortszeit, Nacht zum 7. April deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte der US-Präsident unter Verweis auf «sehr gute» Gespräche an. In den vergangenen Tagen gab es aber weiterhin heftige Angriffe beider Seiten. Der Schiffsverkehr durch die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Strasse von Hormus liegt weiterhin weitgehend still.

Erneut Schäden nach Raketenbeschuss aus dem Iran in Israel

15.25: Nach einem neuem Raketenbeschuss aus dem Iran hat es im Grossraum Tel Aviv in Israel am Nachmittag erneut Einschläge gegeben. In israelischen Medien verbreitete Videos zeigten Rauchschwaden, die über Häuser in zwei Tel Aviver Vororten aufstiegen.

Medienberichten zufolge gab es bei dem iranischen Angriff Schäden unter anderem an Gebäuden. Der israelische Rettungsdienst verbreitete zudem Aufnahmen, auf denen brennende Autos zu sehen waren. Den Angaben zufolge wurde ein Mann durch eine Druckwelle leicht verletzt.

Israelischen Medienberichten zufolge setzte der Iran wie bereits bei Angriffen in der Mittagszeit erneut die international weitgehend geächtete Streumunition ein, die grosse Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.

Österreichs Aussenministerin redete mit Irans Chefdiplomaten

14.58: Österreichs Aussenministerin Beate Meinl-Reisinger hat mit ihrem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi telefoniert. «In Zeiten wie diesen ist es wichtig, den Dialog aufrechtzuerhalten», erklärte die Aussenministerin auf der Plattform X.

Meinl-Reisinger forderte im Telefonat nach eigenen Angaben eine Deeskalation und ein Ende der Angriffe auf Nachbarstaaten. Zudem müsse die freie Schifffahrt in der Strasse von Hormus wiederhergestellt werden.

Beate Meinl-Reisinger
Österreichs Aussenministerin Beate Meinl-Reisinger. - keystone

Dies gelte insbesondere «im Hinblick auf den humanitären Aspekt der globalen Ernährungssicherheit mit einem Schwerpunkt auf Düngemitteln und anderen lebenswichtigen Gütern», so Meinl-Reisinger von den liberalen Neos. Über die Reaktionen ihres Amtskollegen schrieb Meinl-Reisinger nichts.

Österreich ist kein Nato-Mitglied und sieht sich traditionell eher in der Rolle eines Vermittlers.

Türkei: Zwei Schiffe passieren Strasse von Hormus

14.08: Zwei von insgesamt 15 Schiffen unter türkische Flagge, die in der Nähe der Strasse von Hormus auf die Durchfahrt warten, haben diese inzwischen passieren dürfen. Das sagte der türkische Verkehrsminister Abdülkadir Uraloğlu dem Sender CNN Türk. Eines der beiden Schiffe habe bereits am 13. März die Meerenge passiert, berichtet der Sender TRT unter Berufung auf das Ministerium.

Donald Trump
Noch immer das wichtigste Druckmittel des Iran: Die Strasse von Hormus. - keystone

Für neun weitere Schiffe liefen Gespräche mit den zuständigen Behörden, um die Passage durch die strategisch wichtige Meerenge zu ermöglichen, sagte Uraloğlu. Die Verantwortlichen für vier weitere Schiffe hätten entschieden, dass diese vorerst vor Ort bleiben, darunter seien zwei schwimmende Kraftwerke.

Neuer Raketenbeschuss aus dem Iran auf Israel

13.17: Der Iran hat erneut Israel angegriffen. Unter anderem in der Küstenmetropole Tel Aviv mussten sich zur Mittagszeit etliche Menschen in Schutzräume begeben. Israels Polizei meldete mehrere Einschläge. Dem israelischen Rettungsdienst Magen David Adom zufolge wurden vier Menschen verletzt.

Israelischen Medienberichten zufolge wurden in Vororten von Tel Aviv Wohnhäuser schwerbeschädigt. Den Angaben zufolge setzte der Iran bei dem Raketenangriff erneut international weitgehend geächtete Streumunition ein.

Schleudersitz gefunden! So läuft die fieberhafte Suche nach dem US-Soldaten

11.53: Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit – und eine politisch heikle Mission. Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets vom Typ F-15E im Süden Irans am Freitag konnte der Pilot gerettet werden, doch der Waffensystemoffizier bleibt verschwunden. Sollte Iran ihn zuerst finden, wäre das ein bedeutender strategischer Vorteil.

Die Suche konzentriert sich auf die abgelegene Region entlang des Karun-Flusses zwischen Isfahan und Ahwas nahe der irakischen Grenze. Das Gelände gilt als felsig und schwer zugänglich, ohne Wasser sinken die Überlebenschancen rapide. Hinweise deuten darauf hin, dass ein Schleudersitz vom Typ ACES II in der Wüste entdeckt wurde.

Schleudersitz
Der Schleudersitz des vermissten US-Soldaten. - x.com

Mindestens 24 US-Spezialkräfte (Pararescue Jumpers) sind im Einsatz, unterstützt von Flugzeugen und Hubschraubern. Sie suchen vor allem nachts, um ihre technische Überlegenheit zu nutzen. Ziel ist es, schnell Kontakt mit dem Vermissten herzustellen.

Gleichzeitig mobilisiert Iran seine Bevölkerung. Staatsnahe Medien riefen dazu auf, den Soldaten zu finden, angeblich wurde eine Belohnung von rund 60’000 Franken ausgesetzt. Videos zeigen Dutzende Menschen bei der Suche. Sollte der Offizier in Gefangenschaft geraten und öffentlich präsentiert werden, könnte dies die Stimmung in den USA deutlich beeinflussen. Die US-Regierung äussert sich bisher kaum zu dem Vorfall.

Erneuter Angriff nahe Irans Atomkraftwerk Buschehr

11.36: Der Iran meldet einen weiteren Luftangriff in der Nähe des Atomkraftwerks Buschehr. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna schlug ein Geschoss nahe dem Grenzzaun ein.

Als Folge der Explosion und herumfliegender Splitter sei ein Mitarbeiter getötet und ein Nebengebäude des Kraftwerks beschädigt worden. Die Internationale Energieagentur (IAEA) teilte auf der Plattform X mit, sie sei vom Iran entsprechend informiert worden.

Iran meldet Angriffe auf Petrochemie

10.56: Der Iran hat Luftangriffe auf die Sonderwirtschaftszone der Petrochemie in Mahschahr gemeldet. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf das Gouverneursamt, dass es drei Einschläge und heftige Explosionen gegeben habe.

Getroffen wurden demnach die Petrochemieunternehmen Fadschr 1 und 2, Ridschal und Amirkabir. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es Todesopfer und Verletzte gegeben habe. Israels Armee wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Angriff äussern.

Israel und Hisbollah greifen sich weiter gegenseitig an

10.21: Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah dauern an. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Morgen einen israelischen Drohnenangriff im Südlibanon mit zwei Toten. Israels Armee äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.

Libanon
Nach Raketenagriffen steigt Rauch über Dörfern im südlichen Libanon auf. - keystone

In der Nacht hatte die israelische Armee hatte neue Bombardements auf Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut verkündet. Augenzeugen berichteten von insgesamt sieben Angriffen in den südlichen Vororten der Stadt. Diese gelten als Hochburg der Hisbollah, sind aber auch dicht besiedeltes Wohngebiet. Israels Armee hatte die Bewohner bereits mehrfach zur Flucht aufgerufen.

Suche nach Crew-Mitglied dauert an

03.15: Auch Stunden nach dem Absturz eines F-15-Kampfjets der USA geht die Suche nach dem zweiten Crew-Mitglied weiter. Der Pilot konnte am Freitagabend gerettet werden.

a-10
Der Iran hat einen A-10-Kampfjet der USA abgeschossen. (Archivbild) - keystone

Wegen der andauernden Suchaktion hat Israel einige geplante Angriffe auf den Iran verschoben. Dies berichtet CNN unter Berufung auf Regierungskreise.

Der Iran behauptet, die beiden Kampfjets abgeschossen zu haben. Die US-Regierung bestätigt bislang bloss den Absturz des F-15, nennt jedoch keine Gründe. Donald Trump sagte nur, dass es keine Auswirkungen auf die Verhandlungen haben werde.

Explosion an Israelzentrum in den Niederlanden

03.06: Am Israelzentrum im niederländischen Nijkerk ist es zu einer Explosion gekommen. Bei dem Vorfall am Gebäude der Stiftung «Christen für Israel» am späten Freitagabend wurde niemand verletzt, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP unter Berufung auf die Polizei berichtete.

Auch der Sachschaden sei nur gering gewesen, hiess es demnach weiter. Die Polizei ermittle wegen der Explosion und bitte um Hinweise. Bisher seien keine Verdächtigen festgenommen worden.

Israel: Erneute Raketenangriffe aus dem Iran

01.50: Das israelische Militär hat in der Nacht mehrfach Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte die Armee auf Telegram mit. Die Bewohner der betroffenen Gebiete seien per Handy-Mitteilung angewiesen worden, Schutzräume aufzusuchen und diese erst auf ausdrückliche Anweisung wieder zu verlassen.

Kommentare

User #2056 (nicht angemeldet)

Der Donald hat doch nicht alle Latten am Zaun. Es muss doch ein Gesetz geben um durchgeknallte Präsidenten "auf Eis zu legen" und sofort zu Entmachten. Was muss dieser Mensch denn noch mehr an Taten und geschrei vollfphren, das auch der letzte Amerikaner dafür zustimmt ihn in eine abgelegene Blockhütte in Alaska zu "evakuieren"

User #2870 (nicht angemeldet)

Trump,Putin,Netanjahu zerstörren den Weltfrieden und glauben noch an das was Sie tun.

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