Die von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen im Jemen haben eigenen Angaben zufolge die Provinz Schabwa unter ihre Kontrolle gebracht.
Massenbeerdigung für getötete Huthi-Kämpfer
Massenbeerdigung für getötete Huthi-Kämpfer - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Monaten heftige Gefechte im Norden des Landes.

Wie die Militärkoalition am Montag mitteilte, gelang den Regierungstruppen nach zehntägigen Kämpfen die «Befreiung des Bezirks Ain». Es habe sich dabei um das letzte von den Huthi-Rebellen kontrollierte Gebiet in der ölreichen Provinz gehandelt.

«Wir danken der arabischen Koalition unter der Führung Saudi-Arabiens und der Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate», hiess es in der Erklärung weiter.

Die Regierungstruppen liefern sich seit Monaten heftige Gefechte mit den Huthi-Rebellen im Norden des Landes. Zuletzt waren bei Gefechten nahe der Stadt Marib hunderte Kämpfer getötet worden. Auch in der Provinz al-Badschda versuchten regierungstreue Einheiten, die Huthis zurückzudrängen.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht.

Mehr als 370.000 Menschen wurden in dem Konflikt bereits getötet, Millionen mussten flüchten. Die Vereinten Nationen stufen den Krieg im Jemen und seine Folgen als schlimmste humanitäre Krise der Welt ein. Mehr als 80 Prozent der rund 30 Millionen Einwohner des Landes sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

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