Weil Alpaka Geronimo positiv auf Rindertuberkulose getestet wurde, soll es getötet werden. Dagegen wehren sich seine Besitzerin und eine Tierschutzorganisation.
Geronimo
Die Demonstranten wollen vor der Downing Street in London protestieren. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Alpaka Geronimo soll an Rindertuberkulose erkrankt sein und eingeschläfert werden.
  • Seine Besitzerin ist davon überzeugt, dass der Test falsch-positiv war.
  • Am Montag soll es daher in London zu einem Protestmarsch gegen den Entscheid kommen.

Mit einem Protestmarsch in London wollen Unterstützer für die Rettung des mutmasslich an Rindertuberkulose erkrankten Alpakas Geronimo demonstrieren. Gemeinsam mit lebenden Alpakas will die Menge am Montag vom Umweltministerium bis zur Downing Street ziehen.

Bisher haben mehr als 90'000 Menschen eine Petition an Regierungschef Boris Johnson unterzeichnet, das Tier nicht einzuschläfern. Die Besitzerin ist überzeugt, dass die Tests auf Rindertuberkulose falsch-positive Ergebnisse gezeigt haben. Das Umweltministerium besteht aber darauf, Geronimo einzuschläfern - und hat vor Gericht gewonnen.

«Das Umweltministerium weiss seit Jahren, dass Tuberkulose-Hauttests bei Alpakas zu falsch-positiven Ergebnissen führen können». Dies sagte Dominic Dyer von der Tierschutzorganisation Born Free Foundation. Statt aber Geronimo mit einem genaueren Bluttest zu untersuchen, ordne Ressortchef George Eustice den Tod des Tieres an. Dies «um eine stärkere Überprüfung der zahlreichen Versäumnisse der Regierung bei der Bekämpfung der Rindertuberkulose zu vermeiden», sagte Dyer.

Eustice hatte das Vorgehen im Fall Geronimo in einem Gastbeitrag in der «Mail on Sunday» verteidigt. Jedes Jahr verlieren Landwirte in Grossbritannien zahlreiche Tiere durch Rindertuberkulose, deren Erreger auch auf Menschen übergreifen können.

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