Stammcliquen fordern Augenmass von der Basler Regierung
Insgesamt 31 Basler Stammcliquen haben am Donnerstag in einem offenen Brief an die Regierung «Augenmass und klare Kommunikation» bei den Brandschutz-Vorgaben gefordert. Insbesondere die Umsetzung der maximalen Personenbelegung in den Fasnachtskellern sei «extrem schwierig».

Es sei nachvollziehbar, dass sich die Behörden aufgrund der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS Gedanken über die Sicherheit in den Cliquenkellern machen und für das wichtige Thema sensibilisieren. Sie stellten jedoch nur gerade zwei Wochen vor dem Morgenstreich die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler vor vollendete Tatsachen, heisst es im Brief.
In dieser kurzen Zeit andere Lokalitäten für bis zu 150 Personen zu finden, sei «schlicht unmöglich». Die unterzeichnenden Cliquen schlagen als Alternative die Nutzung grosser Räumlichkeiten in Schulhäusern entlang der Cortège-Route vor, zum Beispiel an der Rittergasse.
Die Vereine halten fest, dass mit dem generellen Rauchverbot seit Jahren die Sicherheit der Cliquenkeller mit Betriebsbewilligung an oberster Stelle stehe. Die Maximalbelegungszahl sei aber von allen Seiten in den vergangenen Jahren an der Fasnacht «grosszügig gehandhabt und nicht thematisiert» worden. Die verordneten Massnahmen seien in der kurzen Zeit kaum oder nicht umsetzbar oder mit grossen finanziellen Folgekosten verbunden.
Die Stammcliquen kritisieren zudem die Kommunikation vonseiten der Behörden. Diese sei zum Teil widersprüchlich gewesen, was für alle Beteiligten schwierig sei, heisst es im Namen der Mehrzahl der grossen Basler Fasnachtscliquen.
Gemäss Angaben der Regierung vom Mittwoch sind nach der ersten feuerpolizeilichen Begehung 90 Prozent der 73 Cliquenkeller brandschutzkonform, sofern vor der Fasnacht noch kleinere Anpassungen vorgenommen werden. 15 Kellern wiesen noch Lücken in Bezug auf die Personenbelegung auf. Bei ein paar wenigen seien im Rahmen einer weiteren Begehung bis Anfang nächste Woche Lösungen zu finden.
Zudem gab die Regierung bekannt, dass sie für Jungen Garden mit Bedarf nach Räumen für die Mahlzeiten Lösungen in kantonalen und Unigebäuden im Fasnachts-Perimeter gefunden habe.










