Papst Leo XIV. ruft im Libanon zu Frieden und Hoffnung auf

Keystone-SDA
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Libanon,

Der Papst besucht den krisengebeutelten Libanon und ruft zu neuem Engagement für Frieden auf.

Papst Leo XIV.
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Zum Auftakt seines Besuchs im Libanon hat Papst Leo XIV. zu neuem Engagement für Frieden und Versöhnung in dem von Krieg und Krisen gebeutelten Land aufgerufen. «Hier ist der Friede eine Sehnsucht und eine Berufung, ein Geschenk und eine stets offene Baustelle», sagte der Pontifex bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun. Mit seinem Besuch will Leo dem Land Hoffnung geben und die Christen der Region stärken.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche würdigte die Widerstandsfähigkeit der Libanesen, die trotz wirtschaftlicher Not, politischer Instabilität und wiederkehrender Konflikte immer wieder den Mut zu einem Neuanfang gefunden hätten. «Sie sind ein Volk, das nicht untergeht, sondern angesichts von Prüfungen stets den Mut findet, sich neu zu erheben», sagte Leo.

Er rief die Libanesen auf, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht aufzugeben. Das Land sei vielfältig und bestehe aus verschiedenen Religionen, Kulturen. Was jedoch jeden Libanesen mindestens verbinde, sei die gemeinsame Sprache der Hoffnung, sagte Leo. Diese ermögliche es den Menschen, trotz aller Widrigkeiten immer wieder neu anzufangen.

Präsident Aouns Appell an den Papst

Präsident Aoun stellte heraus, der Libanon sei «ein Land der Freiheit und der Würde für jeden Menschen» und einzigartig in seinem System des Zusammenlebens von Muslimen und Christen. Er appellierte an den Papst, die Welt auf die schwierige Situation des Landes aufmerksam zu machen. Aoun unterstrich zudem die geopolitische Bedeutung des Landes: Das Überleben des Landes sei eine Voraussetzung für die Entstehung von Frieden, Hoffnung und Versöhnung.

Der Libanon steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte. Die Machtverteilung zwischen den Konfessionen befeuert Korruption und politische Misswirtschaft. Rund 60 Prozent der Bevölkerung in dem Land leben in Armut.

Die Sicherheitslage im Libanon

Ausserdem setzt die extrem angespannte Sicherheitslage dem Libanon schwer zu. Nach einem offenen Krieg zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel wurde im Ende November vergangenen Jahres eine Waffenruhe geschlossen. Dennoch hielten die Spannungen an. Zuletzt hatte sich die Lage wieder deutlich verschärft. Israel greift nahezu täglich Ziele im Süden des Libanons an.

Leo ging in seiner Rede im Präsidentenpalast nicht direkt auf den jüngsten Krieg zwischen der Hisbollah und Israel sowie die aktuellen Spannungen ein.

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