Rahmenabkommen

Proteste in Beirut nach Rahmenabkommen mit Israel

Keystone-SDA
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Libanon,

Nach der Einigung zwischen Israel und dem Libanon auf ein Rahmenabkommen ist es in der libanesischen Hauptstadt Beirut zu Protesten gekommen. Unterstützer der proiranischen Hisbollah-Miliz zogen am Abend und in der Nacht zu Fuss und auf Motorrädern durch die Stadt und riefen Protest-Slogans gegen das Abkommen, wie unter anderem der Fernsehsender LBC International und Augenzeugen berichteten. Strassen seien mit brennenden Reifen blockiert worden.

ARCHIV - Das Habtoor Hotel ist in der Mitte der Skyline von Beirut zu sehen. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa
ARCHIV - Das Habtoor Hotel ist in der Mitte der Skyline von Beirut zu sehen. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa - Keystone/AP/Hassan Ammar

Die Hisbollah fühlt sich nicht an das Rahmenabkommen gebunden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu solle sich nicht darüber freuen, da es der libanesischen Regierung an verfassungsmässiger Legitimität und Autorität mangele, um dessen Bedingungen durchzusetzen, hatte Hassan Fadlallah, ein Mitglied der Hisbollah-Fraktion im libanesischen Parlament, dem libanesischen Nachrichtenportal Al Mayadeen gesagt. Das Abkommen könne nur durch einen von den USA unterstützten Bürgerkrieg durchgesetzt werden. Die Hisbollah will demnach an ihren Waffen festhalten und sich jeglichen Regierungsmassnahmen widersetzen, die sich aus dem Abkommen ergeben.

Zuvor hatte US-Aussenminister Marco Rubio mitgeteilt, der Libanon und Israel hätten sich im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah auf ein Rahmenabkommen geeinigt. Die Vereinbarung sei ein erster Schritt in Richtung eines dauerhaften Friedens zwischen beiden Ländern, sagte er in Washington. Die Schiiten-Miliz nahm an den mehrere Tage dauernden Gesprächen in der US-Hauptstadt nicht teil und lehnt sie ab.

Kommentare

User #880 (nicht angemeldet)

Was wollen die Extremisten der angrenzen Staaten und des arabischen mittleren Ostens? Sie wollen Israel. Was wollen die normalen, nach Demokratie lächzenden Einwohner dieser Staaten? Sie würden Israel bevorzugen, da dort das Leben Wohlstand, Arbeit und Freiheit bedeutet.

User #2117 (nicht angemeldet)

Das sieht man mal wieder, wieviel der Hisbollah am Frieden gelegen ist. Sie werden alle Bemühungen zwischen Israel und der libanesischen Regierung mit Sicherheit torpedieren.mit Hilfe des Irans. Man kann dann ja wieder Israel beschuldigen.

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