Olympia-Athletin aus Belarus unter Schutz der Polizei

DPA
DPA

Japan,

Nach kritischen Worten über die Sportfunktionäre ihres Landes soll die belarussische Olympia-Leichtathletin Kristina Timanowskaja unter dem Schutz der japanischen Polizei stehen.

Die Olympischen Ringe in der Abenddämmerung Tokios. Foto: Felipe Dana/AP/dpa
Die Olympischen Ringe in der Abenddämmerung Tokios. Foto: Felipe Dana/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Nach kritischen Worten über die Sportfunktionäre ihres Landes soll die belarussische Olympia-Leichtathletin Kristina Timanowskaja unter dem Schutz der japanischen Polizei stehen.

Sie soll gegen ihren Willen aus Japan ausgeflogen werden, sagte die 24-Jährige in einem Video, das die oppositionelle belarussische Athletenvertretung Belarusian Sport Solidarity Foundation (BSSF) am Sonntag veröffentlichte. Die BSSF sprach von einer versuchten «gewaltsamen» Ausreise.

Leichtathletin steht unter Polizeischutz

Später sagte Timanowskaja der BSSF, sie stehe mittlerweile unter dem Schutz der japanischen Polizei: «Ich bin jetzt in Sicherheit.» Unabhängigen belarussischen Medien zufolge war sie bereits an den Flughafen in Tokio gebracht worden.

Das Belarussische Olympische Komitee (NOK) hatte auf Telegram erklärt, die Athletin sei von einem Arzt untersucht worden und werde wegen ihrer «emotional-psychischen Verfassung» nicht an weiteren Wettkämpfen teilnehmen. Timanowskaja bezeichnete das auf Instagram als «Lüge». Dem Radiosender Euroradio sagte sie in einem Interview: «Sie haben mir einfach gesagt, meine Sachen zu packen und nach Hause zu fliegen.»

Fall wird von Komitee beobachtet

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) teilte auf Anfrage mit, es beobachte den Fall und habe das NOK um Aufklärung gebeten. Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja begrüsste die schnelle IOC-Reaktion. «Es ist wichtig, die Verletzungen von Rechten der Athleten durch das NOK zu untersuchen», schrieb sie auf Twitter.

BSSF-Angaben zufolge wolle Timanowskaja um Asyl in Europa bitten und sich dafür an die österreichische Botschaft in Tokio wenden. Die Läuferin hätte am Montag im Vorlauf über 200 Meter antreten sollen. Sie hatte sich zuvor kritisch über Sportfunktionäre ihres Landes geäussert. Die Sportlerin vermutete, dass andere belarussische Athleten nicht antreten könnten, weil für sie nicht genügend negative Doping-Proben eingereicht worden seien.

Kommentare

Weiterlesen

sdf
462 Interaktionen
Nur Absagen
Chuck Norris
«Plötzlicher Tod»

MEHR IN NEWS

Trump Grönald Dänemark
Nach Trump-Drohung
libanon
Angespannte Lage
Schaffhausen
Schaffhausen
china
1 Interaktionen
Kräfteverhältnis

MEHR OLYMPIA 2026

Olympia 2030 Benjamin Karl
1 Interaktionen
Mit 40 Jahren
Olympia 2038
56 Interaktionen
Winterspiele 2038
1 Interaktionen
Wattwil
Olympia 2038 Schweiz
11 Interaktionen
Grosse Chance

MEHR AUS JAPAN

Formel 1 Max Verstappen
83 Interaktionen
Verstappen-Kritik
Formel 1 Aston Martin
7 Interaktionen
Vibrations-Horror
Ferrari Formel 1 Heckflügel
83 Interaktionen
Erfolgreich getestet
Formel 1 Motorsport 2026
83 Interaktionen
Nach GP-Absagen