«Bürgerliche kämpfen für einen Geldadel»
Ersten Hochrechnungen zufolge stürzt die Juso-Initiative deutlich ab. Die Juso-Chefin spricht dennoch von einem Achtungserfolg.
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Das Wichtigste in Kürze
- 79 Prozent der Stimmberechtigten lehnen die Juso-Initiative ab.
- «Das heutige Resultat ist ein Achtungserfolg», sagt die Juso-Chefin.
- Den Bürgerlichen wirft sie vor, für einen Geldadel zu kämpfen.
Die reichen Menschen in der Schweiz können schon jetzt aufatmen. Laut den ersten Hochrechnungen stürzt die Juso-Initiative ab.
79 Prozent der Stimmberechtigten lehnen die Initiative ab.
Das Volksbegehren will Erbschaften über 50 Millionen Franken mit einer Steuer von 50 Prozent belegen. Die Initiative hatte bereits bei den Parteien einen schweren Stand. Lediglich die SP und die Grünen fassten die Ja-Parole.
«Wir haben Grosses erreicht»
Die Juso zeigt sich trotz der deutlichen Schlappe am Sonntagmittag optimistisch. «Wir haben Grosses erreicht für eine Jungpartei», sagt Juso-Chefin Mirjam Hostetmann zu Nau.ch.
Sie hätten es geschafft, ein Jahr lang über die grösste Krise dieser Zeit zu reden, so Hostetmann. Darunter falle auch die Vermögensungleichheit, die dahinter stecke. «Das heutige Resultat ist ein Achtungserfolg für die Juso.»
«Ein urliberales Anliegen»
Die Initiative war laut Mirjam Hostetmann «überhaupt nicht zu radikal». Etwa in anderen Kantonen wie dem Kanton Waadt gebe es bereits eine Erbschaftssteuer von 50 Prozent. «Sowieso sind Erbschaftssteuern ein urliberales Anliegen», behauptet sie.
Die ganze Sache habe sich inzwischen aber komplett verdreht, sagt Hostetmann.
«Die Bürgerlichen kämpfen für einen Geldadel.» Die Vermögensungleichheit werde weiter steigen und die Klimakrise werde sich weiter zuspitzen. «Die Frage bleibt: Wer bezahlt?»










