Die Corona-Infektion des ehemaligen nepalesischen Königspaares hat ein Schlaglicht auf Hindufeste als Pandemie-Hotspots in Indien geworfen.
Nepal
Trotz Coronavirus: Dichtes Gedränge beim Kumbh-Mela-Fest in Nepal. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • In Indien und Nepal steigen die Corona-Neuinfektionen wieder drastisch an.
  • Das Kumbh-Mela-Fest gilt als Treiber der Pandemie in Indien.

Die Corona-Infektion des ehemaligen nepalesischen Königspaares hat ein Schlaglicht auf Hindufeste als Pandemie-Hotspots in Indien geworfen.

Der frühere König Gyanendra Bir Bikram Shah und seine Frau Komal Rajya Laxmi Devi Shah infizierten sich beim Kumbh-Mela-Fest im Norden Indiens, dem grössten religiösen Fest der Welt, wie ihr Pressesprecher am Dienstagabend erklärte. Der 73-jährige Ex-Monarch und seine 70-jährige Frau befänden sich nach einem positiven Test in Selbstisolation in ihrer Residenz.

Kumbh-Mela-Fest Treiber der Pandemie

Das Kumbh-Mela-Fest zieht riesige Menschenmengen an, seit Januar kamen bis zu 25 Millionen Menschen in den Norden Indiens. Ungeachtet der Pandemie drängten sich die Menschen dicht an dicht, um als Teil eines Rituals ein Bad im Fluss Ganges zu nehmen.

Indien
Rituelles Bad im Fluss Ganges beim Kumbh-Mela-Fest. - AFP

Nepals früheren Königspaar war für eine Woche angereist. Nepals letzter König Gyanendra hatte 2008 abgedankt, nachdem die Hindu-Monarchie einer säkularen Republik weichen musste.

Experten machen grosse religiöse Veranstaltungen und politische Wahlkampfkundgebungen für die derzeitige Corona-Welle in Indien verantwortlich. Erst kürzlich überholte Indien Brasilien als Land mit der zweithöchsten Zahl an Corona-Infektionen weltweit. Das 1,3-Milliarden-Einwohner-Land verzeichnete bisher 15,6 Millionen Ansteckungsfälle.

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