Mutter (†42) stürzt über 600 Meter von Vulkan in den Tod
Ausgerechnet an ihrem Geburtstag: Eine 42-jährige Mutter und Schulrätin stürzte bei einem Ausflug auf einen über 3000 Meter hohen Vulkan in den Tod.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine 42-jährige Mutter von zwei Kindern ist an einem Vulkan in Chile in den Tod gestürzt.
- Aus ungeklärten Gründen rutschte sie beim Fotografieren ab und stürzte in die Tiefe.
- Die Rettungskräfte bargen die Leiche wegen schlechten Verhältnissen erst am Tag darauf.
Ingrid F* (†42) starb an ihrem Geburtstag – an einem ihrer Lieblingsorte.
Wenige Stunden vor ihrem Tod veröffentlichte die Mutter von zwei Kindern ein Video. Es war kurz nach 3 Uhr morgens am Sonntag, dem 17. Mai. Sie stand am Fuss des 3125 Meter hohen Vulkans Llaima in der chilenischen Region La Araucanía.
Der Vulkan liegt im Nationalpark Conguillío und gilt als eines der bekanntesten Bergziele des Landes. Der Aufstieg auf den Llaima gilt als anspruchsvoll und erfordert eine gute körperliche Verfassung sowie Erfahrung im Hochgebirge.
Die verheiratete Schulrätin sprach voller Vorfreude in die Kamera: «Ich hoffe, Gott ist an diesem wundervollen Tag bei mir. Ich bin überglücklich. Ich habe ein bisschen Ungewissheit, weil ich nicht weiss, was passieren wird.»
Beim Fotos machen abgerutscht – 600 Meter in die Tiefe gestürzt
Die Ungewissheit verwandelte sich am Nachmittag desselben Tages in eine Tragödie. Gegen 15 Uhr rutschte F* auf einer Höhe von rund 2000 Metern ab.
Aus bislang ungeklärten Gründen verlor sie den Halt, während sie gerade Fotos gemacht haben soll. Sie stürzte etwa 600 Meter den steilen Berghang hinunter, wie die chilenische Zeitung «La Nacion» berichtet. Ihre Begleiter alarmierten sofort die Rettungskräfte.
Leichnam konnte erst am nächsten Morgen geborgen werden
Starke Winde, schlechte Sicht und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt machten den Einsatz eines Polizeihubschraubers zunächst jedoch unmöglich. Die Bergung ihres Leichnams dauerte schliesslich bis in den nächsten Morgen.
Im Zuge der Ermittlungen stellte sich zudem heraus: Die Gruppe hatte den Aufstieg nicht ordnungsgemäss registriert. In Chile ist eine Anmeldung für Bergtouren dieser Art gesetzlich vorgeschrieben. Sie dient dazu, im Notfall schnell reagieren zu können.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Vulkan Llaima in den Nachrichten auftaucht. Erst Mitte April wurde ein 48-jähriger argentinischer Tourist nach stundenlanger Suche lebend gerettet. Er war in einem nicht freigegebenen Bereich des Vulkans in Not geraten.
* Name der Redaktion bekannt



















