Auf Kuba wurden 17 Menschen festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Bürger für den Ukraine-Krieg rekrutiert zu haben. Nun drohen ihnen 30 Jahre Haft.
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Auf Kuba wurden 17 Verdächtige festgenommen. Sie sollen Kubaner für den Krieg rekrutiert haben. (Symbolbild) - keystone

Im Rahmen der Ermittlungen zu Anwerbeversuchen von kubanischen Söldnern für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind auf der sozialistischen Karibikinsel 17 Verdächtige festgenommen worden. «Kuba verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber den schweren Verbrechen des Menschenhandels und des Söldnerwesens», teilte das Innenministerium in Havanna am Freitag mit. Den Verdächtigen drohe bis zu 30 Jahren Haft.

Zuletzt hatte das kubanische Aussenministerium mitgeteilt, ein Netzwerk aus Russland versuche, Kubaner auf Kuba und in Russland für den Krieg in der Ukraine zu rekrutieren. «Kuba vertritt eine klare Haltung gegen das Söldnertum und setzt sich bei den Vereinten Nationen aktiv gegen diese Praxis ein», hiess es in der Stellungnahme des Aussenamtes.

Bürger Kubas sollen keinen kriegerischen Handlungen nachgehen

«Kuba beteiligt sich nicht an dem Krieg in der Ukraine. Wir gehen entschlossen gegen jeden vor, der sich von unserem Hoheitsgebiet aus an der Rekrutierung oder dem Söldnerwesen beteiligt, mit dem Zweck, dass kubanische Bürger die Waffen gegen irgendein Land erheben.»

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Den auf Kuba Festgenommenen drohen 30 Jahre Haft. (Symbolbild) - keystone

Zuvor hatte der spanischsprachige US-Sender América TeVé berichtet, Kubaner seien angeworben worden, um auf der Seite von Russland in der Ukraine zu kämpfen. Teilweise würden die Kubaner auch mit falschen Versprechungen nach Russland gelockt. Der Sender América TeVé gilt als sehr kritisch gegenüber der autoritären Regierung in Havanna.

Russland und Kuba pflegen traditionell freundschaftliche Beziehungen. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Moskau einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Die sozialistische Regierung in Havanna hat den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nie klar verurteilt. Noch im November 2022 besuchte Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel seinen Kollegen Wladimir Putin in Moskau.

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